Karl-Heinz Fricke

Truemmerhaufen

 

Vorwort zu diesem Gedicht.

Ich schrieb damals als 18-jähriger über meine Eindrücke nachdem die Feindlichkeiten
ein Ende gefunden hatten. Wie das deutsche Volk nach Jahren der Armut getäuscht und missbraucht wurde. Es soll eine Mahnung sein, dass kein Despot in Deutschland je wieder
Ähnliches anrichten kann.

Noch brennt und schwelt es überall,
jedoch die Waffen ruhen, schweigen.
Das Nazireich kam schwer zu Fall,
nach einem mörderischen Reigen.

Ofenrohre ragen aus Ruinen,
nirgendswo sieht man Gardinen.
Schwarzer Rauch steigt aus Trümmern auf,
verkohltes Holz liegt oben drauf.

Menschen, die das Reich gepriesen,
vegetieren nun im Miesen.
verloren alles Hab und Gut,
in Strömen floss das deutsche Blut.

Nach Kriegesend' ist viel passiert,
der Tod und Hungersnot grassiert.
Mut -und ratlose Menschen wandern
von einer Stätte zur andern.

Unsre Feinde aus West und Ost
feiern im Rausch ihr Siegesfest.
Die Uniformen besetzt mit Orden,
gelobter Dank für ihr Morden.

Zwölf Jahre lang hat Braun regiert
und viele haben nicht kapiert,
was die Bande angerichtet,
wie Volkes Reihen sich gelichtet.

Die Nazibonzen sind geflüchtet,
die das Chaos angerichtet.
Den tausend Jahrtraum ausgeträumt,
es wird nur noch aufgeräumt.

Ein Trümmerhaufen das Vaterland,
verwüstet, zerstört und verbrannt.
Und der tapfere deutsche Soldat
verzweifelte hinter Stacheldraht.

Karl-Heinz Fricke  2.10.2009

  

 

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