August Sonnenfisch

Bräuche und Gepflogenheiten


Bräuche
und
Gepflogenheiten



Miteinander Tafeln: Speisen
und einander Zuprosten
in unseren
Rollen, Posen
und Maskeraden.

Fotographieren:
vorwärts, rückwärts, seitwärts.
Alles was sich ereignet,
archivieren -
und damit herausspringen
aus dem Geschehen:
Reporter spielen,
anstatt sein Lebenssspiel zu spielen
wie die Kinder,
die Narren und die Götter.


Schwatzen und Schwadronnieren.
Im Recht sein und Räsonieren.
Und mit Verve Widersprechen!

In Bierzelt, Kneipe
und Café.

Smalltalk am Handy:
klein der Wortschatz,
flach die Gedanken,
Gefühle: nicht vorhanden.

Ein Fingerhakeln von frühmorgends
bis spätabends:
ein Kraftmaiern
und Konkurrieren,
als wären wir verfeindete Brüder!

Ein Hallo beim Tabak
vor dem Portal:
Mann und Frau und Hund
beschnuppern und beschnüffeln
einander!

Ohne den Hund, der
gleicherweise Fußsoldat wie Majestät,
geht nichts
und niemals
und nirgends.

*

Das sind
unsere
Bräuche und Gepflogenheiten
der Begegnung.


*
Du aber, magst du mir mitteilen,
was dich treibt
und umtreibt?
Magst du mich anhören
in dem, was
mich bewegt?
Liebst du es, empathisch zu sein:
mit dir selbst
und mit mir?
Liebst du die Wahrheit?
Liebst du das Zusammenspiel von
Blüte und Biene, von
Blüte und Wind?
Liebst du Synthesen?

Magst du mit mir promenieren?
Oder gar
mit mir tanzen?






 

(c)  August Sonnenfisch: 7. Mai 2009 ff

 

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