Ars Somniandi

Morphologisches Bedürfnis


Morphologisches Bedürfnis


Verschleierte Gedanken küssen den Schein
Umhüllen die Seelen mit Mondscheinschimmer –
Ewigkeit, sieh!, die Vertraute tritt herein.


Sehnsucht zerfließt im blutend roten Zimmer
Zielgerichtet jäh zersetzend in Weisheit –
Ein Fragment pulsiert im stumpfen Gewimmer.


Fratzenhaft weht die Versuchung aus der Zeit
Trägt Eulen nach Athen unterm schwarzen Mond.
Wissend das die Mimesis noch ziemlich weit –


Verbreitet in den verseuchten Köpfen wohnt
Beginnen neue Ideen zu sprießen,
Als trügen sie Liebe in sich, die vertont.


In endlos stumme Himmel diese fließen
Verwandelnd sich zu Wolken zum Agieren
Um lautlos die Täuschung damit zu gießen.


Es regnet nieder den geweihten Tieren
Asche des Lebens auf fruchtbare Flächen –
Welker Hoffnung sie Tauben spoliieren.


Sie fliegen los zu den mythischen Bächen
Deren Wasser die tiefe Salbung verspricht –
Und zeigen damit vergessene Schwächen.


Am Horizont erstrahlt ein grellrotes Licht
Der Verführung, das dem Übergang geweiht –
Hin zu faulig gärendem Schwefel zerbricht

Und die Welt vom triefenden Elend befreit!

© Ars Somniandi

 

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