Klaus Heinzl
Die Meise und der Regenwurm ...
Ein Vogel saß auf einem Zweige.
Die Jungen zwitscherten im Nest. Der Tag, er ging ganz still zur Neige. Die Sonne zeigte noch den Rest. Drum wollte Britt, so hieß die Meise, noch kurz mal – so des Hungers wegen, den Kleinen nach Beschaffungsreise, ein Fastfood in die Schnäbel legen. So flog das Vöglein übern Acker, und da derselbe nass vom Regen*, entdeckte es – ganz klein und wacker - ein kleines Würmchen... (auch *deswegen). Grad sollt´ der Wurm ins Erdreich schleichen, da schnappte Britt ihn hart am Ende... Der Regenwurm wollt´ viel erreichen, doch diesmal kam die böse Wende. Im Schnabel von der kleinen Meise flog er zu seinem Abendmahl... Deswegen traurig, schluchzt´ er leise: „Das Leben ist ein Jammertal“. Die Meise hörte wohl sein Klagen, und plötzlich plagt sie das Gewissen: „Bist werte Nahrung für den Magen, von meinen Kleinen, sollst du wissen!“. „Das ist kein Trost“, seufzte der Lange, „ich fühl mich hier nicht wirklich wohl... Schon der Gedanke macht mich bange, und das kommt nicht vom Alkohol...“ Die Meise war darum betroffen. Der arme Wurm hat sie bewegt. Das Schicksal für ihn lag noch offen ........ so hat sie ihn ... zurückgelegt. Okay, das wär so nie geschehen... Der Leser ist zu Recht verwirrt. Wer lässt die Beute schon gern stehen und zeigt, dass er sich blöd geirrt. Hat man dich erst mal in den Fängen, dann, lieber Freund, ist es vorbei. Da kannst du noch so flehen, drängen, dem andern ist das einerlei. Fazit: Das Mitleid ist erschreckend fern... hat man dich erst... zum Fressen gern. © kh. 02.11.2009
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.11.2009.
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