Klaus Heinzl

Der traurige Held ...

So weile ich und grüble weiter.

Was war der Grund für diese Schmach.

Wie war das Leben froh und heiter.

Doch das was zählte, kam danach.

 

Ein Held wollt sein... in deinen Augen.

Ein Held, der dich von ihm errettet.

Wollt an der Quelle Stärkung saugen,

hätt selber auf den Sieg gewettet.

 

Von ihm, der dich verschmäht, betrogen,

von ihm, der nie den Wert erahnte.

Was trieben uns der Liebe Wogen,

obwohl uns hier nur Böses schwante.

 

So zog ich los, ihn zu besiegen,

die Lanze zierte tiefer Riss.

Ich ließ die Angst im Kissen liegen,

zog los, der Sieg war ungewiss.

 

Mein Herz war stark, mein Herz ... es klopfte,

die Kraft sie wurde mehr und mehr.

Der Schweiß, der nun zu Boden tropfte,

kam durch die Angst vom Kopfe her.

 

So zog ich los, der Mond schien helle,

warst mir so wichtig und so lieb...

Ich ritt, doch kam nicht von der Stelle,

da traf mich jener Seitenhieb.

 

Sah mich dann fallen, dort im Staube,

sah auch mein Pferd das Weite suchen.

Sah ihn, mit goldbestickter Haube

und mich ... am Boden schrecklich fluchen.

 

So kam es wohl, ich sah den Himmel.

Sah einen Tunnel und ein Licht...

Sah dort im Lichte einen Schimmel,

doch dich, oh Liebste, sah ich nicht.

 

Kein Denkmal ziert nun deinen Garten.

Kein Grabstein wird von mir erzählen.

Da wo ich bin, heißt es nun warten,

bis wir uns schließlich doch vermählen.

 

 

 

© kh. 04.11.2009

 

 

 

 

 

Keine Angst, liebe Freunde, mir geht es gut. Wollte nur mal zur Abwechslung ein diesmal trauriges Liebesgedicht aus längst vergangener Zeit (Mittelalter) zimmern.
Wie ich dazu kam? ... Vielleicht hatte ich auch Mitleid mit meinem Ritter Klops, der vom letzten Einsatz etwas enttäuscht zurückritt (lach). Hoffe, es gefällt Euch!
Klaus Heinzl, Anmerkung zum Gedicht

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