Klaus Heinzl

Tsunami des Lebens...

 

Ein Pärchen lag vergnügt am Strand.

Die Wellen rauschten aus dem Meer.

Ein großes Tuch auf heißem Sand

und außer ihnen niemand mehr.

 

Sie küssten und liebkosten sich,

das große Tuch bekam bald Falten.

Hier gab es nur ein Wir, kein ich

um jene Stimmung zu erhalten.

 

Um sie herum ein Palmenreich.

Die Bäume bogen sich im Winde.

Ein Paradies, dem Eden gleich

und unbekümmert, gleich dem Kinde.

 

Kein Ungedanke, keine Plage,

erreichte dieses Paar im Rausch.

So ging es zweiundvierzig Tage,

der Zeit der Sorgen so zum Tausch.

 

Dann kam an diese schöne Stelle,

ein lautes Grollen und die Wende.

In Form der meterhohen Welle

und die Romanze fand ein Ende.

 

Man fand die beiden erst nach Tagen.

Man fand sie liebevoll umschlungen.

Das Schicksal, es hat zugeschlagen

stahl Lebensluft aus ihren Lungen.

 

Die Zeitung hatte Stoff zum Lesen.

Die Politik macht auf Gefühl.

Das Meer ist diesmal schlimm gewesen,

das Rauschen wirkt unendlich kühl.

 

 

Fazit:

Wie man hier sieht, kann es im Leben,

nicht immer nur berauschend sein.

Wenn wir im siebten Himmel schweben

holt uns das Schicksal sehr oft ein.

 

Und trotzdem... nutzen wir die Zeiten,

die uns auf dieser Welt gegeben,

um uns zu lieben (nett zu streiten)

So kann man wahres Glück erleben.

 

Die Welle kommt noch früh genug,

wer anders denkt, zeugt Selbstbetrug.

 

 

© kh. 28.11.2009

 

Um diesmal nicht missverstanden zu werden (zumal ich gerne dazu neige, Humor in meine Gedicht einfließen zu lassen), will ich vorsorglich für dieses Werk gerne etwas klarstellen.
Dieses Gedicht ist im Inhalt ausnahmslos ernsthaft gemeint.
Die Stelle, an der man einen sogenannten Wortwitz erleben könnte, sollte sich auf die Ironie des Schicksals selbst beziehen und uns nicht zum Lächeln sondern eher zum Nachdenken anregen.

Ich widme dieses Gedicht allen Hinterbliebenen von Naturkatastrophen die es je gab.
Klaus Heinzl, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.11.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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