Silvia Pree

Lebensfreude

Du kämpfst dich durch den Adventmarkt.

Ein Lächeln auf den Lippen.

Obwohl es staut.

Hinter den Leuten.

Eingeklemmt von Kinderwägen.

Da plärrt ein Kleines.

Dort bleibt jemand vor dir stehen.

Und blockiert den Weg.

Du überholst energisch.

Und hast wieder freie Bahn.

Es duftet nach Punsch.

Nach Glühwein.

Nach Langos und Sauerkraut.

Aber Hunger hast du keinen.

Und du lächelst wieder.

Wenn du dich umsiehst.

Hier Bernsteinschmuck.

Aus Litauen.

Dort Teesorten.

In hübschen Arrangements.

Und weiter vorne Kinderspielzeug…

Manchmal.

Da möchtest du Kind sein.

Wieder.

Aber du weißt.

Eigentlich.

Es geht dir recht gut.

War nicht abzusehen.

Dass es wieder wird.

So wird…

 

Ganz ehrlich.

Den Nerv hat man dir früher gezogen.

Viel früher.

Ist eine Ewigkeit her.

Über dreizehn Jahre.

Damals lief alles den Bach hinunter.

Das dir lieb und teuer war.

Und über den Burschen.

Bist du lange nicht hinweg gekommen.

Aber in jedem Ende.

Steckt ein neuer Anfang.

Und das weiß du jetzt.

Auch wenn die Lektion schmerzhaft war.

Und nach all dem.

Das schon gewesen ist.

Das du schon ertragen musstest.

Nimmt sich manches banal aus.

Sehr banal.

So wie der Idiot.

Der tatsächlich meint.

Du wärst verliebt in ihn.

Schon ewig.

Ach ja wirklich!

Wenn er ahnte.

Wie du denkst und redest über ihn.

Würde er nicht mehr so selbst verliebt grinsen.

Und so arrogant…

Aber ehrlich.

Ist er wichtig?

 

So eine hübsche Lampe!

Ein Schneemann.

Mit blauem Hut und Schal.

Er sieht so süß aus.

Aber du stellst ihn wieder hin.

Und gehst weiter.

Hast du nicht genug Lampen?

Eben!

Lebensfreude.

Kommt aus einem selbst.

Und es gibt Zeiten.

Da geht alles schief.

Was man neu anfängt.

Sei es eine neue Liebe.

Oder ein neuer Job.

Aber die Zeiten haben sich geändert.

Gott sei Dank.

Und Glück ist nicht.

Fein zu tafeln.

Statussymbole anzuhäufen.

Keine Gelegenheit auszulassen.

Glück ist.

Es selbst zu schaffen.

Über die Runden zu kommen.

Aus eigener Kraft.

Auch wenn niemand es dir zutraut.

Nicht wahr?

Und genau deshalb.

Gönnst du dir jetzt einen Punsch.

Und das Häferl.

Das wirst du behalten.

Das ist reserviert.

Für jemand ganz Besonderen…

 

 

Vivienne/Feuerlilie

Feuerlilie

Lebensfreude

 

Du kämpfst dich durch den Adventmarkt.

Ein Lächeln auf den Lippen.

Obwohl es staut.

Hinter den Leuten.

Eingeklemmt von Kinderwägen.

Da plärrt ein Kleines.

Dort bleibt jemand vor dir stehen.

Und blockiert den Weg.

Du überholst energisch.

Und hast wieder freie Bahn.

Es duftet nach Punsch.

Nach Glühwein.

Nach Langos und Sauerkraut.

Aber Hunger hast du keinen.

Und du lächelst wieder.

Wenn du dich umsiehst.

Hier Bernsteinschmuck.

Aus Litauen.

Dort Teesorten.

In hübschen Arrangements.

Und weiter vorne Kinderspielzeug…

Manchmal.

Da möchtest du Kind sein.

Wieder.

Aber du weißt.

Eigentlich.

Es geht dir recht gut.

War nicht abzusehen.

Dass es wieder wird.

So wird…

 

Ganz ehrlich.

Den Nerv hat man dir früher gezogen.

Viel früher.

Ist eine Ewigkeit her.

Über dreizehn Jahre.

Damals lief alles den Bach hinunter.

Das dir lieb und teuer war.

Und über den Burschen.

Bist du lange nicht hinweg gekommen.

Aber in jedem Ende.

Steckt ein neuer Anfang.

Und das weiß du jetzt.

Auch wenn die Lektion schmerzhaft war.

Und nach all dem.

Das schon gewesen ist.

Das du schon ertragen musstest.

Nimmt sich manches banal aus.

Sehr banal.

So wie der Idiot.

Der tatsächlich meint.

Du wärst verliebt in ihn.

Schon ewig.

Ach ja wirklich!

Wenn er ahnte.

Wie du denkst und redest über ihn.

Würde er nicht mehr so selbst verliebt grinsen.

Und so arrogant…

Aber ehrlich.

Ist er wichtig?

 

So eine hübsche Lampe!

Ein Schneemann.

Mit blauem Hut und Schal.

Er sieht so süß aus.

Aber du stellst ihn wieder hin.

Und gehst weiter.

Hast du nicht genug Lampen?

Eben!

Lebensfreude.

Kommt aus einem selbst.

Und es gibt Zeiten.

Da geht alles schief.

Was man neu anfängt.

Sei es eine neue Liebe.

Oder ein neuer Job.

Aber die Zeiten haben sich geändert.

Gott sei Dank.

Und Glück ist nicht.

Fein zu tafeln.

Statussymbole anzuhäufen.

Keine Gelegenheit auszulassen.

Glück ist.

Es selbst zu schaffen.

Über die Runden zu kommen.

Aus eigener Kraft.

Auch wenn niemand es dir zutraut.

Nicht wahr?

Und genau deshalb.

Gönnst du dir jetzt einen Punsch.

Und das Häferl.

Das wirst du behalten.

Das ist reserviert.

Für jemand ganz Besonderen…

 

 

Vivienne

www.aus-den-tiefen-meiner-seele.com

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.12.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Im Sommernachtstraum / Die Bürgschaft: Ein Jugend-Roman und ein Theaterstück von Stephan Lill



Im Sommernachtstraum
Eine Gruppe von Jugendlichen probt das Theaterstück von William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum. Plötzlich erscheinen unerwartete Zuschauer: Puck, Elfen und ihr Elfenkönig. Sie kommen aus einer anderen Welt. Welche Botschaft bringen sie? Wieso tauchen sie auf? Haben die Schauspieler zu intensiv geübt? Oder sind sie zur wahren Bedeutung des Sommernachtstraums vorgedrungen? Und sollte man sich lieber nicht in Puck, die Elfen oder die Amazonen-Königin verlieben?

Die Bürgschaft
Damons Attentat auf den Tyrannen-König Dionysios misslingt. Damon wird zum Tod am Kreuz verurteilt. Er bittet sich eine Frist aus, in der er seine Schwester Hera verheiraten möchte. Als Bürgen für seine Rückkehr bietet er seinen Freund Phintias an. Dionysios ist einverstanden. Damon kehrt rechtzeitig zurück; doch er muss vorher äußere und innere Widerstände überwinden. Die Gespräche mit dem Gott Apollon helfen ihm dabei.

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