Lothar Semm

Der Gänsebraten

Der Gänsebraten

Ich wünsch mir einen Gänsebraten,
das sagte meine liebe Frau,
der letzte war mir gut geraten,
das wusste sie noch ganz genau.
 
Also, ging ich mein Auto holen
und fuhr zu einem Bauern hin.
Dort sagte mir der Chef, ein Pole,
wart´ bitte, bis ich fertig bin.
 
Ich muss noch dreißig Gänse schlachten,
es warten viele schon darauf,
und muss so manches sehr beachten
bevor ich diese dann verkauf.
 
So stand ich da, so gegen neune
und trank die erste Flasche Bier,
und als ich bei der sechsten war,
schlug grad die Turmuhrglocke vier.
 
Da holte sich mein Freund , der Bauer,
aus seinem großen Gänsestall
ne weit´ re Gans und ohne Trauer
und dreht ihr um den schlanken Hals.
 
Dann wurde sie noch sehr geschwind
gerupft, und das ging wie der Wind,
das war so etwa kurz nach vier,
genervt trank ich mein sieb´tes Bier.

Und dann kam seine liebe Frau
mit einer weit´ren Flasche
uns sagte freundlich so zu mir,
hier hast Du eine Tasche,
 
mit einer großen schönen Gans
zu eurem Weihnachtsfeste.
Bring bitte sie sehr rasch nach Haus,
das ist für sie das beste.
 
Da rief ich mir ein Taxi her,
ich konnte nicht mehr fahren,
denn nach der neunten Flasche Bier
ging´s mir sonst an den Kragen.
 
Es war so kurz vor Mitternacht,
da kam ich endlich heim.
Die Gans im Arm schlich ich ganz sacht
in unser Haus hinein.
 
Am nächsten Morgen sagt ich dann
zu allen meinen Lieben.
Heut´ brat ich Euch ´ne frische Gans
kommt alle gegen sieben.

© Lothar Semm 13.12.2009
 

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