Michael Starcke

es ist gut

es ist gut;

einmal möchte ich

einen sommer noch feiern

in einer stadt

meiner kindheit

wie weihnachten.

 

zehn, zwanzig namen

möchte ich

für eine liebe finden,

deren spur

eine spur von unvergesslichen

küssen ist,

bevor mich

ein vergifteter apfel schluckt.

 

gedichte möchte ich schreiben,

alltägliche gedichte,

mit vogelfedern,

die öffentlich

ein geheimnis verkünden

mit angehaltenem atem,

das geheimnis künftiger könige,

die kahlköpfig keine krone

mehr aufsetzen wollen.

 

eingeschlafen in einem traum

möchte ich den zauber

der schwermut lösen,

jemand, der schon

vor seiner geburt

ernst genommen werden sollte.

 

wie der horizont möchte ich

zugehen auf andere

und ihnen zukunft schenken,

jemand ohne parolen,

in gang gesetzt

von dem bedürfnis zu heilen,

um noch einmal

einen sommer zu feiern

in einer stadt

meiner kindheit

wie weihnachten,

wenn in den zimmern

eine geschmückte tanne steht

als stiller glanz. 

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