Ingo Baumgartner

Germanische Wintersonnenwende


Dem Weizen gleich an Farbe wallt das Haar,

Liebkost die breiten Schultern wie den Nacken.

Die Augen ziert ein blaues Ringepaar,

Den Fuß erwärmt ein Fell in Riemenpacken.

 

Der Jüngling stellt zum großen Tag sich ein.

Zur Sonnenwend soll niemand Hungers klagen.

Ein Ger sticht heute Elen, Ochs und Schwein.

Es gilt zur Tafel das Getier zu jagen.

 

Der Winternächte Dunkel kürzt sich bald,

So soll der Honigwein in Strömen fließen,

Dem Stapel Holz aus tief verschneitem Wald

Wird Flamm auf Flamme heiß entsprießen.

 

Mit Tanz und Spiel erkauft man Donars Gunst,

Auch Frayja  dankt man hier zum Lichterfeste.

Zum Abend hin versiegt die Feuersbrunst

Und Wotans Raben streiten um die Reste.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.12.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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