Sven Später

Zu den Feenhügeln

Längst vergangen scheint die Zeit,
in der ein Mensch das Leben ehrte.
Gefangen nun in Sittlichkeit,
vergessen sind die alten Werte.

All die Götter sind vertrieben,
warten in der nächsten Welt.
Spötter haben sie beschrieben
als Traum, der bald am Kreuz zerschellt.

Doch Feen halten das Geschick
der Menschen fest in ihren Händen.
Flehen wir um stetes Glück,
wär's schön, wenn wir's bei ihnen fänden.

Jedes Leben wird genährt
an ihrer grünen Brust.
Eben noch so unbeschwert,
nun quält uns der Verlust.

Doch wer die Augen offen hält
und sein Herz befreit,
der weiß, dass alles, das zerfällt,
zum leben war bereit.

Die Pforten sind noch immer da,
doch sind sie gut verborgen.
Worten folgen Taten gar,
es folgt der Nacht das Morgen.

Was heute tot erscheint,
ruht nur in sanfter Stille.
Erfreute einst, was uns vereint,
fehlt heute diese Fülle.

Ich singe deine Melodie
und weiß, du horchst bedächtig.
Bezwinge meine Lethargie,
sie wurde übermächtig.

Und hältst du mich in deinem Arm,
so ist der Kreis vollkommen.
Fällst und stehst ganz ohne Harm,
ganz gleich, was dir genommen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.12.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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