Klaus Heinzl

Die Einsicht ...

Wie schon so oft ging Erwin fort.

er kannte da so einen Ort,

wo er, wie im Schlaraffenland

hier Spaß und auch Erfüllung fand.

 

Das Haus, es war ihm wohlvertraut,

die Gegend ruhig (nun, nicht sehr laut).

Man kam hierhin, von sehr weit her,

es herrschte viel Parteiverkehr...

 

Auch Erwin kannte die Adresse.

Nein, keine Kirche... (nicht die Messe)

Die Kirche lehrt uns zwar die Liebe,

doch hier ging ´s schlichtweg um die Triebe.

 

So treibt es Erwin auch dorthin.

Für ihn, so denkt er, macht es Sinn

und ist, so sagt er, auch normal...

man könnte meinen ....optimal !

 

Er klingelt, eine Tür geht auf.

So nimmt das Ganze seinen Lauf.

Die Dame, trägt ein leichtes Kleid,

sie grinst (es tut ihr wohl nicht leid).

 

Und Erwin folgt ihr, so wie immer,

in so ein rotes Nebenzimmer.

Dort wird der Schlüssel umgedreht,

was mancher auch sofort versteht.

 

Auch Erwin sieht den Zweck gleich ein.

Hier gilt es wohl, allein zu sein...

um Zweisamkeiten auszuleben,

dem sechsten Himmel zu entschweben.

 

Auf Wolke Sieben lebt sich ´s gut.

weil man (auch Erwin) Dinge tut,

die man sich sonst nur heimlich denkt,

doch leider wird dir nichts geschenkt !

 

Als Erwin, der das auch versteht,

das Haus verlässt und heimwärts geht,

erkennt nun mit dem Wörtchen „Mist !!!“

dass dies auf Dauer Irrsinn ist.

 

Zwar ist er einsam und allein,

doch eigentlich kann es nicht sein,

dass, was geschieht, ihn glücklich macht,

(er fühlt sich gänzlich ausgelacht).

 

 

Fazit:

Egal in welcher Lebenslage.

Stellt sich am Ende doch die Frage,

Was zählt der schönste Zungenkuss,

wenn man für ihn bezahlen muss?

 

 

© kh. 09.01.2010

 

 

 

 

 

 

 

 

In meinem damaligen Job als Taxifahrer zählten solche Erwins mitunter zu meinen Fahrgästen. Ich verurteile hier weder Menschen wie ihn, noch die Damen jener Branche. Einerseits ist es traurig genug, dass es zu dieser Art Handel kommen muss, andererseits gibt es auch viele Männer, die keine Beziehung haben bzw. zu keiner fähig sind und trotzdem gern Sex hätten. Ich, für meinen Teil, kann es mir nicht vorstellen mit einer Partnerin Liebe zu machen und weiß - während dieses Aktes - dass ich hier nur eine Leistung in Empfang nehme... die noch dazu mit keinerlei Emmotionen verbunden ist. Für mich muß Verliebtsein, Vertrauen und ein glaubhaftes Gefühl vorhanden sein, dass meine Partnerin ES genauso genießt, wie ich es tue. Nichts Lächerlicheres und Entwürdigenderes als ein vorgespielter Liebesakt. Aber wie gesagt, es ist nur meine Meinung und mein Bewustsein. Für andere Menschen muss wohl die Illusion herhalten.
Nix für ungut.
Klaus Heinzl, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.01.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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