Susanne Aukschun

Verständnislose Menschen

 

... und dann gibt’s noch von jenen solchen

verständnislosen Grottenmolchen,

in dieeee - nie - ein Gedanke dringt,

was so ein Hof für Arbeit bringt.

 

Im Winter, wenn es dolle schneit,

ist keiner bei mir, weit und breit.

Das Leben ist – ich sag’s Dir ehrlich –

dann ganz besonders arg beschwerlich.

 

Ich stehe hier in Mist und Dung,

hab keine warme Mietwohnung.

Hab Haus und Stall und all die Tiere

und hoffe, daß ich nicht erfriere.

 

Das Wasser ist oft fest wie Stein,

bin damit jedoch ganz allein.

Ich hucke täglich diese Last,

die meinem Körper gar nicht paßt.

 

Mich zwickts im Rücken immerzu,

die Schmerzen geben selten Ruh.
Und bin ich fertig dann und wann,

fängt alles neu von vorne an.

 

Sechs Eimer sind es Tag für Tag,

die so ein Pferd gern trinken mag.

Und davon hab ich ganze zwei,

das bringt für Stunden Rennerei.

 

Den Huskies tut der Winter gut,

doch selbst die brauchen warmen Sud.

Am Abend vor der Dämmerung

gibt’s nochmal Brühe einen Schwung.

 

An Stubentigern hab ich vier,

die sind im Winter immer hier.

Sie liegen auf dem Kuschelbett

und finden das soweit sehr nett.

 

Erst abends geht es in den Keller,

mit Dose lahm, mit Frischfleisch schneller.

Dort gibt’s ein großes Katzenland,

das eigens ich für sie erfand.

 

Leg ich mit „Flocke“ mich zur Ruh,

mach ich nur kurz die Augen zu,

denn ei, wer hätte das gedacht,

wird Wasser für die Nacht gemacht.

 

So kann ich niemals Tanzen gehen,

im Winter nicht an Bars rumstehn,

kann nie mal eine Nacht ganz fort

von meinem schönen Heimatort.

 

Verständnis krieg ich dafür nicht,

man/n zieht nur oft ein doof Gesicht.

Das Leben, das war meine Wahl,

mal glücklich und mal eine Qual.

 

Wer das nun wirklich nicht versteht,

dem steht es besser, wenn er geht.

Sonst kriegt er einen vor den Latz

oder im Zwinger seinen Platz.

 

 

Susi Aukschun – 07.01.2010 

 

 

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