Ingrid Drewing

Liebesgedicht

Wie schön war das Gedicht, das er geschrieben;

es sprach von Liebe, dennoch war ’s ein Traum

für ihn, der einsam in der Welt geblieben,

ein letztes, grünes Blatt am Hoffnungsbaum.

 

Die Liebste, die er durch den Tod verloren,

er sah sie immer noch so jugendschön.

Aus seiner Liebe ward sie neu geboren

und schien am Tag vertraut mit ihm zu gehn.

 

Er sprach zu ihr, erzählte von den Sorgen

und folgte oftmals ihrem stummen Rat.

Für andre war er wunderlich, verborgen

war sein Geheimnis, das er hütet’ zart.

 

Dann eines Morgens fand man ihn, entschlafen

lag er, fast lächelnd, dort im Rosenhag,

wo sie einander einst im Frühling trafen

und er sie glücklich in den Armen barg.

 

So schön zeigt dies Gedicht, das er geschrieben,

ihr beider Glück, es war kein blasser Traum,

wie tief sich Mann und Frau versteh'n zu  lieben.

doch mancher Mensch, recht nüchtern, glaubt dies kaum.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.01.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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