August Sonnenfisch

Die heiligen Nächte

 

Die heiligen Nächte


Dreizehn besondere Nächte
zwischen dem
Heiligen Abend und
Epiphanias:
zwölf dieser Nächte für die Genien
im Tierkreis
- in rückläufiger Reihung -,
die dreizehnte
für den Christus.

*
Heiligabend: die erste der besonderen
Nächte beginnt:
die Stille Nacht:
drei Tage nach der Jahresmitternacht,
dem Tiefststand des
Sonnengestirns:
die heilige Nacht der FISCHE:
Großmut könnte sich wandeln:
in die Unbedingtheit
der Liebe sich wandeln.

Erster Weihnachtstag: endlich
breitet sich Stille
in meiner großen Stadt!
Nur Schneefall, Nebel und sanfte
Lichterketten
im dunklen Abend
schon bald.
Die zweite der besonderen
Nächte beginnt: 
WASSERMANNS heilige Nacht:
unser Schweigen könnte
sich vertiefen:
in die Stille sich vertiefen.

Zweiter Weihnachtstag: in den Familien
herrscht eine Melange aus
Friede und Fehde.

Die dritte der auserwählten
Nächte beginnt:
die heilige Nacht des STEINBOCKS:
Courage könnte sich erhöhen:
könnte in die Kraft
zur Verwandlung 
von Fehde in Frieden
sich erhöhen.
.....

Die achte der besonderen Nächte
wird zur Nacht der Feuerwerke
an Sylvester: die
heilige Nacht des LÖWEN:
die Anteilnahme unserer Sinne
könnte sich vertiefen:
könnte in die Intuition
von Empathie
sich vertiefen.
.....

Der Morgen von Epiphanias
schlussendlich:
Die letzte
der besonderen Nächte

ist durchlebt
:
die heilige Nacht des CHRISTUS.

Jetzt steht der Erdball der Sonne
am nächsten. Doch
das Licht der Welt
ist bei uns
a l l e   Tage.
Göttliches Licht leuchtet in
der Finsternis:


Das Licht einer Mechthild von Magdeburg,
einer Marguerite Poret,
das Licht eines Meister Eckehart
von Hochheim, das Licht
eines Goethe, eines Mozart,
eines Marshall Bertram Rosenberg,
einer Ilse Middendorf,
eines Moshé Feldenkrais,
eines Arno Gruen ...
Wie auch das Licht von dir
und von mir. 

*
Auf dass die 
​Finsternis nicht verzweifele!







(c) August Sonnenfisch: Berlin-Wilmersdorf,
25. Dezember 1993 ff

 

 

In obigem Gedicht wurden eigene Erlebnisse komponiert
mit den Darlegungen Gisela Fuggers in ihrem Buch:
"Die 12 Monatstugenden im Märchen".

Danach ereignen sich zwölf plus eins "heilige Nächte"
zwischen dem 24. Dezember
(dem Heiligabend der Jesusgeburt im Bethlehemstall)
und dem 6. Januar
(dem Epiphaniasfest der Jordantaufe des
dreißigjährigen Jesus,
in welcher der Christus:

Jede der ersten zwölf dieser besonderen Nächte
ist einem der zwölf Tierkreis-Genien gewidmet -
in rückläufiger Reihenfolge,
begonnen in der 1. Nacht (24./25. Dezember)
bei den Fischen,
fortfahrend in der 2. Nacht (25./26. Dezember)
mit dem Wassermann,
... in der achten Nacht (31. Dez./ 1. Jan.)
ist es dann der Löwe,
... und dieser Zyklus der Zwölf endet beim Widder
in der 12. der heiligen Nächte (4./5. Januat) ...
Diese zwölftägige Zeit unter der Regentschaft der
Nacht
ist also eine Verdichtung des ganzen Jahres ...

Die 13. der heiligen Nächte (5./6. Januar) ist dann
die Nacht des Christus,
der geistigen Sonne.
In dieser Nacht steht die Erde des Sonne am nächsten.
... So weit Gisela Fugger.
August Sonnenfisch, Anmerkung zum Gedicht

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