Klaus Heinzl

Das Erdbeben ...

Die Erde, sie bebte, ein Donnern und Grollen.

Lawinen des Staubs kamen abends ins Rollen.

Einen Schreien und Weinen erfüllte den Raum,

Verstehen, begreifen... zur Zeit eher kaum.

 

Nachdem sich das Zittern der Erde gelegt,

wurd nur noch geborgen, Verletzte gepflegt.

Die Not, sie war groß und die Angst um die Lieben,

hat Menschen zur Höchstleistung stark angetrieben.

 

Sie schafften per Hand und mit eigener Kraft,

was sonst nur ein Bagger mit Stahlkrallen schafft.

Das Ausmaß des Unheils, es war riesengroß.

Nicht einer am Ort legte Hände in Schoß.

 

Nach Tagen, ermüdet und auch stark geschunden,

hat man unter Steinen noch Menschen gefunden.

Die meisten, sie waren hier nicht mehr am Leben.

Man sah sehr viel Blut und das Blut, es blieb kleben.

 

Am Ende, da fanden die Helfer der Stadt,

tief unter der Erde ein Mädchen, sehr matt.

Sie lebte und wurde auf Händen getragen,

man sah es als Wunder und hörte sie sagen,

 

„Ihr habt mich gerettet, geglaubt an das Leben.

Was kann ich, was darf ich als Dankeschön geben?“

Ein Lächeln genügte den Helfern des Ortes,

Ein Lächeln und weiter bedarf´s kaum des Wortes.

 

 

Fazit:

Man sieht, dass so manches Inferno bei Nacht,

die Menschen zu Helden des Alltages macht.

So mancher liegt noch unter Trümmern des Lebens

und sucht man ihn nicht, war sein Dasein vergebens.

 

 

© kh. 14.01.2010

Aus aktuellem Anlass des Erdbebens in Haiti.
Gewidmet all den Opfern und Hinterbliebenen dieser schrecklichen Naturkatastrophe. Mögen sie Trost und Hoffnung finden und vor allem schnelle Hilfe!
Klaus Heinzl, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.01.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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