Martina Wiemers

Hexenschuss

 

 

 Eine Hex hat mich geschossen,
doch nicht mit Amors Pfeil,
Blut ist zwar nicht geflossen,
sie traf mein Hinterteil.

Es zwickte mich im Rücken,
hinunter bis zum Zeh,
konnt mich nicht mehr bücken,
es tat mir alles weh.

Der Doktor stach zwei Spritzen,
links und rechts in meinen Po,
vor Angst kam ich ins schwitzen,
da sagt er einfach so:

"ein heißes Bad tut Wunder
und dann ab ins Bett,
mit Klaus oder Gunter,
egal, Hauptsache nett.

Ein Gefühl wie neugeboren
 wie auf des Lebens Gipfel
denn Wärmflaschen mit Ohren,
haben Mund ,Hände,Zipfel ".

Von Euch möcht‘ ich jetzt wissen,
wer hat solch Flasch‘ zu Haus,
guckt nach im Kuschelkissen
und leiht (ihn) mir bitte aus!“

  (C) martina wiemers

 

 

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»Ich werde ein Engerl für euch rufen. Das wird über euch wachen, wenn ihr beieinanderliegt. Und den Samen vom Hans in die Agnes pflanzen. Dann wird das hübsche Mädchen bald guter Hoffnung sein.« Mit einem Kind wollen das junge Bauernmädchen und ihr Geliebter ihre Heirat erzwingen. Aber die Beschwörung geht schief, ein dunkler Dämon erscheint und entführt Agnes in seine Welt. Doch statt Angst und Schrecken erfährt Agnes ein wildes Feuerwerk der Leidenschaft, denn ihr dämonischer Gebieter ist ein wahrer Meister des Liebesspiels. Mit dem festen Vorsatz, das Bauernmädchen für sich zu gewinnen, greift er zu allen Tricks der lustvollen Verführung, wobei ihm seine ausgeprägte dämonische Anatomie zugutekommt.

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