Andrea Regine Meixner

Haiti- Beben

Wenn die Erde auf Haiti bebt,
Menschen wissen nicht, wohin.
Wenn das Liebste nicht mehr lebt,
verliert die Existenz den Sinn.

Wenn Verletzte rufen, schreien
und keine Hilfe sichtbar naht,
wird Angst zu ihrer größten Pein,
Hoffnung nur ein schmaler Pfad.

Wenn zerstört die Häuser sind,
wo man hinschaut - Feuer, Rauch,         
wenn in der Asche weinend Kind,
dann endlich weint man auch.

Wenn Verschüttete begreifen,
dass sie nicht gefunden werden,
lassen sie die Blicke schweifen
in die letzte Nacht auf Erden.
                     
Wenn Hunger nun allmächtig ist    
nach einer Handvoll Reis,
man sich schließlich selbst vergisst,
kommt das Sterben leis.

Wenn doch niemand da,                                           
der tröstend nimmt die Hand
und das Ende ist so nah,
erlösend nur der Tod sie fand.

Wenn Überlebende sich fragen
wo sie schlafen, was sie essen,
am Hungertuche Kinder nagen,
wer kann dieses Bild vergessen?
 

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