Rolf Grebener

Angeln am Südgeorgsfehnkanal

Der Tag, er ging zur Neige, die Luft war schwül und warm,
als ich die Angel mit dem Köder, zum Aale fangen nahm.

 Bepackt mit Angelsachen und auf dem Kopf der Hut,
lief ich den Deich hinunter, denn schon bald kam die Flut.

 Das Wasser, es stieg stetig und mit ihm kam der Aal,
für uns Jungen gab´s nichts schöneres, als Angeln am Kanal.

 Der Aal, biss oft und heftig, es ging auch gar nichts schief,
bis zu der Zeit als Mutter, zum Abendbrot mich rief.

 Mein Protest, der war heftig, ich hab jetzt keine Zeit,
der Aal, er beißt so kräftig, es tut mir furchtbar leid.

  Plötzlich kam ein Donnern und Blitze ohne Zahl,
 schnell lief ich nach Hause, es blieb mir keine Wahl.

 Die Kleider waren glitschig, ich selber stank nach Aal,
so war´s bei allen Jungen, an unserem Kanal.

 Die Aale schön gesäubert, paniert in etwas Mehl
war meine Gaumenfreude, da machte ich kein Hehl.

  Den Aal briet ich in Butter, wie´´s Mutter immer tat,
 es wollte  nicht gelingen, ich wusste keinen Rat.

 Die Butter, schmolz nur langsam, war zäh wie Haferbrei
dabei roch sie so sauer, schmeckte nach faulem Ei.

 Der Strom war ausgefallen! - Bei schwachem Kerzenschein,
glaubte ich, ein Stück Schmierkäse, müsste die Butter sein.

Die dicke Sau im Stalle, verschlang den schönen Fang.
Unmesslich war die Trauer, sie hielt ein Leben lang.

Das nächste Mal wenn Mutter ruft, werde ich  folgsam sein.
Sie brät den Aal dann nur für uns, was abfällt, ist für´s Schwein.

 Rolf Grebener

 

                                                                         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.02.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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