Jürgen Berndt-Lüders
Frühlings-Limericks
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Der Frühling in unseren Breiten
verändert die sonst so gescheiten
und cleveren Leute.
Sie werden zur Beute
des Frohsinns, und das schon beizeiten.
Im Norden werd ich jetzt beginnen
und mir ein paar Verse ersinnen.
Mit Limericks reimen
die jetzt in mir keimen.
Der Rhythmus steckt schon in uns drinnen.
Die Leute aus Heide in Holstein
trinken mit sich selbst auf ihr Wohlsein.
Und stimmt dann der Pegel
dann streicht man die Segel.
Die Wirkung wird vom Alkohol sein.
Am Elbestrom liegt die Stadt Glückstadt
wo „jedeenen bannig veel“ Glück hat.
Auch Pech gibt’s zuweilen.
Da muss man sich eilen,
dass man von dem Glück noch ein Stück hat.
Was passt zu der Hansestadt Bremen?
Dass sich dort die Leute benehmen?
ich hab - dort geboren,
dort nichts mehr verloren.
Dafür sollt ich mich wirklich schämen.
Weit östlich liegt unsere Hauptstadt.
Die Fremden hat man überhaupt satt.
Nur lauter Touristen,
und was die vermissten
wohl manch Krimineller geraubt hat.
In Laipzsch gibts nix als plohs Sachsn,
und denen is geeno gewachsn.
Nur sparsame Leute,
und nicht erst seit heute.
Man fährt fast nur Bus, selten Taxen.
Doch kommst du erst nach Sindelfingen
wird dir nur als Schwab was gelingen.
Von sparsam bis geizig,
wie kaum anderweitig,
wird man dir die Kohle entringen.
Und München – zum Schluss – ist nicht Bayern.
Denn die dort ein Frühlingsfest feiern
sind Preußen und Schwaben,
die, das kann man haben
meist hinter die Bierzelte reiern.
Mein Rundgang durch deutsches Gelände
geht mit diesem Reim jetzt zuende.
Manch Stadt ließ ich weg.
Denn zu diesem Zweck
da bräuchte man riesige Bände.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.03.2010.
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