Rüdiger Nazar

zeitlose Liebe

 

Sie saß traurig auf einer Bank im Park allein

ausdruckslosen Blickes...

das wollte ich nicht...das durfte nicht sein.

Setzte mich schweigend...und nahm ihre kühle Hand....

als sich dann ihr Blick zu meinem Blicke wand.

Lächelnd...aber voller Wehmut war ihr Blick...

ich lehnte mich an des Bankes Lehne zurück.

Ich weiß nicht...was dir fehlt...und vermutlich geht es mich auch nichts an...

aber sieh`dich doch nur einmal an.

Du bist so hübsch...und hast dennoch die Trauer

von Jahrtausenden  um deine Augen ...

bitte mache mir nicht ernsthaft Glauben

daß du so ewig warst.

Ein Lächeln um ihre Mundwinkeln

ließ mich in`s Träumen versinken...

als wir aufstanden und gingen

sah ich sie Hinken.

Dennoch voller Anmut und graziös in ihrem Gang

so dauerte es auch nach der ersten Begegnung nicht lang`...

daß wir uns täglich hier trafen.

Wir tanzten...und wir sangen...tobten herum

und gingen im Walde des Früh`spazieren.

Dann kam der Tag...es mußte wohl passieren...

daß ich meine Lippen auf ihre presste...

süßlicher lieblicher Geschmack...wie Kirschensaft...

für diese Frau...nahm ich wohl  in Kauf jede Haft.

Fühlte ihren zarten Körper...der wohl ewiglich bebte...

jetzt merkte ich erst...daß ich in ihrer Gegenwart...wohl richtig lebte.

Habe jede Nacht voll Bangen und ungestümer Erwartung

ihre zarte Berührung ersehnt...

dann sah ich sie wieder...

kummervoll an einer Friedhofsmauer gelehnt.

Die Zeit mit dir war wunderschön...ja ein Geschenk...so sagte sie...

doch muß ich nun fort.

Ohne dich...hat mein Leben keinen Sinn...mein Herz leidet furchtbare Not...

so sagte ich wohl.

Weißt du...sagte sie...die Zeit ist verkehrt...wärest du früher da...

ja vielleicht...ja vielleicht...

Ich verstand den Sinn der gesagten Worte nicht...

ich folgte ihr nur...als sie ging über den Platz der ewigen Ruhe...

so sie dann von balde inne hielt...

an einer vertrockneten Grabesstelle...

wo die Pflege und der Zustand keine Nachfahren vermuten ließen.

Sie kniete so anmutig nieder und sprach Worte 

in einer Sprache die ich nicht verstand...

es überspannte daraufhin meinen Verstand...

als sie plötzlich wie Milchesnebel...

traumhaft im Erdenreiche verschwand.

Eine Rose...eine Farbe die ich niemals sah zuvor...

erblühte im Bruchteil einer Sekunde...

und der Blütenkopf aus Regenbogenfarben gesponnen

berührte eine Schrift aus gemeißeltem Stein...

geschrieben stand dort...in goldenen Lettern...

IN LIBE FÜR EWIG DEIN !

 

 Auszug aus"Homo incognita"rudevicus 81

rudevicus@gmx.de

22.März 2010 

 

 

Von mir ein geträumter Traum ...so ich aber glaubte wach zu sein.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.03.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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