Heinz Säring

Oder . . .

 

Oder...

Ein Mann kommt zum Arzt, spricht ."Ich bin ganz perplex,
seit Monaten gibt es bei uns keinen Sex.
Wir haben September, es war noch im Mai . . . "
"Ach schicken Sie doch Ihre Frau mal vorbei!"

Die Frau ist wie Zucker, 'ne ganz süsse Maus,
nur irgendwie abgekämpft sieht sie schon aus,
"Ja wissen'S Herr Doktor, das ist nämlich so,
ich werde seit langem des Lebens nicht froh, -

Nur ich habe Arbeit, wo käme das Brot her?
Der Taxiboss sagt: Zahlen, aussteigen, oder...
Ich habe kein Geld und ich brauche den Frieden,
drum hab ich mich halt für das oder entschieden.

Das kostet dann Zeit, komm zur Arbeit zu spät,
was nun in der Woche oft mehrmals so geht.
Ich komm in der Firma schon an, wie ein Toter,
da spricht der Abteilungsboss: Eintragen, oder...

Ja früher die Eisenbahn war mir schon lieb,
doch ist jetzt die Strecke längst außer Betrieb.
Die Heimfahrt mit Taxi, - das Geld reicht fast nie, -
Der Fahrer will abends das gleiche wie früh!

Dann komm ich nach Hause, mein Mann ist zwar nett,
doch ich sink' total übermüdet ins Bett." ---
Der Arzt spricht: "Auch ich bin nun mal noch kein Toter, -
ihr Mann hört die Wahrheit am Nachmittag, oder ..."

"Das darf doch nicht wahr sein!" - Die Frau, sie erbleicht.
Damit hat der Arzt seine Absicht erreicht.
Er lächelt verbindlich und greift sich ans Herz:
"Nun, das gute Frau, war ein ganz dummer Scherz.

Ich habe doch selber 'ne sehr liebe Frau,
und seh' ihre Lage auch gar nicht so grau,
Mir kommt schon 'ne Lösung für Sie in den Sinn,
'ne Arbeit am Ort hier, das kriegen wir hin!"

 

 

 

 

 

 

 

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Der aufsehenerregende Fall des Wilden Peter von Hameln 1724: Das Auftauchen eines verwilderten Knaben nahe Hameln sorgt für Spekulationen und Mutmaßungen am kurfürstlichen Hof von Hannover. Der Kommissar Aristide Burchardy ermittelt in der mysteriösen Angelegenheit. Doch der wilde Peter, wie er fortan von den Hamelnern genannt wird, will nicht sprechen und führt sich wie ein Wolf auf. All dies interessiert Aristide allerdings weniger als das kurfürstliche Wappen auf dem Hemdfetzen, den der nackte Wilde um den Hals trug. Peter wird im Armenhaus untergebracht und trifft dort auf Grete, die Tochter des Aufsehers. Unbemerkt bringt sie sich in den Besitz des einzigen Nachweises über Peters Herkunft. Der armen Kreatur verbunden, flieht sie mit Peter und begleitet ihn auf seinem abenteuerlichen Weg bis an den englischen Königshof Georg I. Nicht nur dieser, auch ein Celler Zuchthausaufseher, ein englischer Lord und eine hannoversche Prinzessin hegen ein auffälliges Interesse für den Wilden. Immer wieder kreuzen sich dabei Aristides und Gretes Wege, bis er ihr, in seinem Bestreben in den Besitz des Hemdfetzens zu kommen, das Leben rettet. Als er endlich hinter Peters Geheimnis kommt, muss er erkennen, dass er selbst ein wichtiger Teil in dieser Geschichte um Macht, Mord und Intrigen ist. Hat seine Liebe zu Grete trotzdem eine Chance? …

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