Jürgen Berndt-Lüders
...es geschah vorletzte Nacht
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Er konnte nicht schlafen. Die Sehnsucht war groß,
denn sie war gegangen. Was machte er bloß?
Noch schwängerten ihre Gerüche die Luft.
Noch trugen das Kissen, die Decke den Duft.
Doch, dass sie gegangen war, schmerzte ihn sehr.
Die Stunden, ganz ohne sie, fielen ihm schwer.
Noch elfeinhalb Stunden, dann kam sie zurück,
denn beider Vertrauen war auch beider Glück.
Noch zehneinhalb, neun, und dann acht und dann sieben,
dann würden sie sich - so wie gestern noch - lieben.
Ihr Götter, so dachte er, helft mir jetzt schnell,
macht nun, dass es dämmert, und dann macht es hell.
Und Chronos, der Gott jeder Uhr, war dabei.
Er schob alle Zeiger von zwei gleich auf drei.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.03.2010.
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