Norbert Wittke

Angler an der Sauer


Es saß ein Angler an dem Fluss Sauer,
mit einem Wurm an der Angel auf Lauer.
Anbeißen sollte eine stattliche Forelle:
Doch die ließ sehr lange auf sich warten.
Nichts geht beim Angeln auf die Schnelle.
Angeln ist ein ständiges geduldiges Abwarten.

Es saß ein Angler an dem Fluss Sauer,
richtete sich dort ein auf eine lange Dauer.
Da zuckte zusammen der Wurm erschreckt.
Er zappelte daher am Angelhaken erregt.
Eine Forelle hatte ihn endlich entdeckt,
weil er sich lebendig hin und her bewegt.

Es saß ein Angler  an dem Fluss Sauer,
ihn überkam jetzt ein  froher Schauer,
die Angelrute hatte sich stark bewegt.
Eine Forelle hatte endlich angebissen,
sie hatte wohl nicht genügend überlegt.
Durch ihre Gier erging es ihr beschissen.

Der Angler zog sie aus dem Fluss Sauer,
bekam nur den Lohn für seine Ausdauer.
Für Wurm und Forelle kam das Lebensende.
Aus anderer Leid wird oft des anderen Freud.
Manch jähe unabänderliche Schicksalswende,
hat so denjenigen, der den Vorteil hat erfreut.

27.06.2010      Norbert Wittke

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Norbert Wittke).
Der Beitrag wurde von Norbert Wittke auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.06.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Sommerzeit - Rosenzeit: Hommage an die Königin der Blüten von Eveline Dächer



Mit einer Hymne auf die Rose überrascht uns die Autorin Eveline Dächer in ihrem neuen Lyrikbändchen. In zarten und feurigen Bildern dichtet sie über eine dunkelrote Rose, die einen bisher unbekannten Duft ausströmt, oder von gelben Rosen, die wie Sonnenschein erstrahlen. Sie erzählt von Rosen, die auf Terrassen, Balkonen und in Gärten blühen, und von einem besonders schönen Rosenstrauß, einem Geschenk des Liebsten, der auf ihrem Lieblingstisch sie täglich erfreut und Sehnsucht schürt. Und da die Rose das Symbol der Liebe schlechthin ist, lässt sie aus deren Blätter eine Liebesstatt entstehen, die duftend weich und zart Zeit und Raum vergessen lässt.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (10)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fabeln" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Norbert Wittke

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Angelas letzte Reise? von Norbert Wittke (Satire)
Armuts bedingt von Hans Witteborg (Fabeln)
Der Mond und das Meer von Heidi Schmitt-Lermann (Natur)