Klaus Lutz

Gut!!!!!!!!

 

Ich schreibe Gedichte. Ich versuche etwas. So einen Satz 
der stimmt. So einen Text der was hat. Ich versuche es so. 
Irgendwas sinnvolles mit der Zeit. Mit dem Leben. Und so 
überhaupt. Mit dem was es so hat. Mit dem, was trotz allem 
Sinn hat. Trotz der Behinderung. Trotz dem Allein sein. Trotz 
all dem was das Leben nicht mehr hat. So an Reisen. So an 
Abenteuern. Und all den Träumen. Ich lebe und versuche
etwas! Und das ist Gut! 

Andere gehen in Bordelle. Vergnügen sich mit Frauen. Ha-
ben den Spaß. Und wissen es so. Das Leben ist so ein Hin-
dernislauf. Und es nimmt immer. Und es nimmt alles. Und  
ist schon irgendwie komisch. So wer das Leben entdeckt. 
Wer es versteht. Der versucht sich zu retten. So mir Allem. 
Und hin und wieder hat er alles Leben. Und  findet so etwas. 
So etwas das mehr ist. Das, was hin und wieder stimmt. Und
er überlebt. Und das ist Gut!

Andere sitzen in Kneipen. Diskutieren über Gott und die Welt. 
Reden so die besten Gedanken in die Nacht. Mit Alkohol! Mit 
Lärm. Und schlechter Musik. Und wissen es so. Ein Tag verlangt 
so alles. Und nimmt so alles. Aber ich bleibe. Ich bin noch da. 
Ich denke weiter. Ich lebe weiter. Ich gehe weiter. Mit allem was 
ich bin. Mit allem was ich sage. Mit allem was mir Kraft gibt. 
Ich bin Heute da. Ich bin Morgen noch da. Und das ist Gut! 

Andere sitzen in Parks. Beobachten den Sternenhimmel. Denken 
sich ein Lied. Summen so mit den Gedanken. Und wissen und 
ahnen es so. Der Mensch und das Universum. Und das Leben . 
Es ist groß! Es ist klein! Es ist alles. Und alles ist das Leben. Und 
es fliegt vorbei. Und sie singen so vor sich hin. So zu den Sternen. 
Und sehen das Leben. So das Beste. So für eine Sekunde seine 
Melodie. So alles Licht. Und das ist Gut! 

Andere sitzen allein in einer Bude. Vereinsamt! Unverstanden! Ta-
bletten oder eine Pistole an der Seite. Und zählen so die Sekunden. 
Und denken so an die Tage. Und an das Leben. Und was so 
kommt. Und was so kommen kann. Dann zählen sie ihre letzten 
Moneten. Vergessen die Tabletten. Vergessen die Pistole. So 
für diesen Tag. Und rufen sich ein Callgirl. Und überleben eine 
Stunde mehr. Und wissen so etwas mehr. So von dem Leben. So 
von all dem, was niemand löst! Und das ist Gut! 

Andere gehen auf die Strasse. Und schreien es heraus. Rennen 
durch die Stadt ohne Ziel. Schlagen Purzelbaum. Drehen sich im 
Kreis. Raufen  sich die Haare. Und haben so alle Liebe im Kopf 
die es gibt. Vergessen einfach mal die Vernunft. Und sind nur Liebe! 
Und sind nur Leben. Und sind nur Welt. Sind da. Und erinnern so 
an das was der Mensch ist. So immer so an der Grenze zum Wahn-
sinn. So immer das, was gerade so reicht. Und geben nicht auf! 
Gerade und trotzdem nicht. Und das ist Gut!

Ich weiß nicht. Ich habe so viel über das Leben nachgedacht. Ich 
habe so viel über das Leben gehört. Ich habe soviel Gespräche 
über das Leben geführt. So viele Theorien. So viel Philosophie. 
So viel kluges erfahren. Aber eins ist mir klar. Mir gefallen immer 
besser die Menschen, die trotz allem überleben. Trotz all den klugen 
Gesprächen. Und den endlosen Theorien. Und, ich denke das ist
Gut!

                                                                

 

Es gibt Gedichte, die können nicht
vollkommen sein. Dafür sind sie zu
nahe am Leben. Und nur wer das Leben,
mit all seiner unvollkommenheit sieht.
Der weiß, das diese Gedichte mit
ihrer ganzen Unvollkommneheit so
etwas spiegeln. Schon so eine Wahr-
heit über das Leben. Es gibt Gedichte,
die funktionieren auch nur mit einer
ganz einfachen Sprache. So mit der
Sprache, die sich so auf das Not-
wendigste reduziert. Und so an der
Grenze dessen ist, wo sie noch was
sagen kann. Aber an dieser Grenze
sagt sie alles. So, das Wissen über
das Leben. So, die Tage die sich immer
wiederholen. Aber immer neu sind. So
nicht die Wiederholung zu sehen.
Sondern das Neue an den Tagen. Und
damit eben nicht das Bewußtsein für
das verlieren, was das Leben ist.
So das die Wiederholung immer etwas
neues sein kann. So, wenn ich auch
jeden Tag den gleichen Weg gehe. Er
kann jeden Tag neu sein. Es ist so.
Es ist so das Leben das jeden Tag mehr
werden kann. Und das jeden Tag mehr
wird. Wenn ich es richtig lebe.
Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.08.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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