Roland Drinhaus

Spätsommergedanken


Wenn das Grün der Bäume langsam, denkt das es bald färben muss,
wenn die Tage kürzer folgsam, neigen sich der Zeit im Fluss,

wenn die Sterne kühl am Himmel, wissen das der Herbst sich naht,
wenn der Himmel sichtlich träge, etwas von der Wärme spart,

wenn die Brombeern sich bequemen, für ihr schwarzes, süßes Kleid,
wissen auch die Vögel sicher, daß die Reise nicht mehr weit.

Wenn die Äpfel stetig täglich, mit der Farbe mut erzeugen,
wenn die Pflaumen an den Bäumen, ihre Äste langsam beugen,

wenn frühmorgens aus den Gräsern, erster Nebel zögernd kriecht,
wenn ein gläsern Dunst sich bildet, der nach frischen Pilzen riecht,

weiss ich das ich folgern muss,
mit dem Sommer ist bald Schluss.



Wenn ich deshalb später aufwach, weil die innre Uhr mich weckt,
merke ich der Sommer neigt sich, denn ich bin mehr zugedeckt.

Und ich sag mir "du wirst älter", weiss was mir die Zeichen sagen
und je mehr ich sie erkenne, desto wen`ger kann ich wagen.

weil die Zeit im Fluss spült Narben, in mein Fluss-des-Lebens-Bett,
weil mein eigner Herbst des Lebens, zehrt nur noch des Sommers Fett,
der mir in den Sinnen zaubert, Farben einer Herbstenszeit,
doch ich denk nur an den Sommer; wenn er geht tut es mir Leid.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.08.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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