Simone Wiedenhöfer

DIE NACHT DES TODESENGELS

 



Ein Käuzchen schrie um Mitternacht,
Als würdest du mich rufen.
Mit Tränen war ich aufgewacht,
Ich lief hinab die Stufen.

Ein kalter Wind blies um das Haus,
Er drang durch jedes Zimmer.

Mit Angst im Blick lief ich hinaus
Und folgte einem Schimmer.

Das helle Vollmondlicht durchbrach,
Die dichten Nebelschwaden.
Es war, als wenn sein Licht versprach,
Mich zu sich einzuladen.

Geruch von Tod lag in der Luft
Und mich durchfuhr ein Schauer.
Ich legte mich auf deine Gruft,
Nah an der Friedhofsmauer.

Mich blendete ein helles Licht,
Ein Engel stand vor mir.
Ich blickte in sein Angesicht,
So ähnlich war er dir.

Es wurde schwarz um mich herum
Und ich vergaß die Zeit.
Er sah mich an, doch blieb er stumm,
Im Blick viel Zärtlichkeit.

Mir wurde heiß und kalt zugleich,
Ich spürte seine Hand

Und folgte ihm ins Totenreich,
Wo ich dich wiederfand...

©
Simone Wiedenhöfer 19. September 2010

 




 


 

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