Rüdiger Nazar

unendlich Schmerz der Jahrhunderte...

Dieses kleine Steinhaus...das ich liebte...
in mossbedeckten Gefilden...
zwischen den Hügel ...übersät mit Heidekraut...
in der untergehenden Sonne...
leuchtend...
wie die Glut eines Vulkanes.
Dort saß ich so manchen  Abend...
bis daß die Nacht anbrach...
summte Lieder...alte Weisen...die längst vergessen...
eigene Kompositionen...harmonisch...die keiner kannte...keiner kennen konnte.
Es war eine schöne Zeit..und ich liebte dich sehr...!
Die Felsen...die voller Leben schienen...Wärme ausstrahlend...
eine Erquickung für Eidechsen...die ihren Bauch sonnten.
Ich baute unser Heim...deine Liebe war mein Lohn.
Doch...du wurdest immer  älter....ich nicht...und es schmerzte mich sehr.
Vor Gram stürzte ich mich in die eiskalten Fluten des Imlache...
leise Wellen umkräuselten meinen Körper...und Gedanken der Jahrmillionen...
unaufhaltsam...sagten mir...
du wirst sie gehen lassen müssen...wenn die Zeit da ist.
Aber...das wollte ich nicht...war es gerecht ?
Warum sollte ich bestehen...wenn ihr Fleisch zerfiel ?
Meine große Liebe...!
Kinder hast du mir nie geschenkt...dein Körper war dafür nicht bestimmt...
aber ich akzeptierte es...weil ich dich liebte.
Und so bat ich um meinen Tod...endlich sterben zu dürfen...
um deines Lebens willen.
In blühenden Feldern lagen wir...
ich streichelte deinen schmalen Nacken...
küsste deinen wunderschönen Rücken...
verhielt an deinem Po...innig...
um dann deine Schenkel zu liebkosen.
Deine Füße waren göttlich...zart...wie aus Porzellan geformt...!
Und die Wärme der Sonne umspielte...liebkoste  unsere Haut...du tanztest so anmutig über Wiesenauen...lachtest über alles...dein Fuß durchstreifte den roten Mohn...wehte ihn zur Seite...imTanze deiner Schönheit...und Übermut...!
Oh meine Frau...du Frau..du Göttin der Göttinnen...
jetzt wo du schon lange fort bist...
gedenke ich deiner...
sitze des Abends auf dem Hügel des  Loch` Muatachle...
blase in die Haut...den Balg...aus Ziegenleder...
des Dudelsackes...
und weine....zu den Tönen aus Wehmut...!
Dein Antlitz...sehe ich so oft...in den irrigen Gebilden...der Wolkenformationen...
die von rosarot in`s graublau übergehen.
Und der Wind...das Gesäusel eines lieblichen Gesanges...in den Blättern der alten Esche Yggdrasil ...die Blätter sachte zu Boden schweben lassen...
sagen mir...daß du noch immer bei mir bist...jetzt...und für alle Zeiten.
Und so lebe ich...weiter und weiter...über Jahrhunderte...
viele Lieben...viele Geburten...viele Enttäuschungen...viele Tode...!
Und immer der Abschied...wenn eine große Liebe gehen muß...
und ich es nicht verhindern kann.
Und immer ich...der zurückbleibt...in Trauer und Schmerz.
Die Flammen des Feuers...wärmen mich...
in eisig frostiger Nacht...
und stecke ich meine Hand hinein...in feurig Glut...
verspüre ich keinen Schmerz...
und muß erkennen...
das es für mich kein ...Entrinnen gibt...!
Ich muß bleiben...warum auch immer...ihr ungerechten Götter...!
Und so decke ich mich ein...in meinem Wolfsfell...aus Urzeiten...aus den Highlands...
und genieße den Brand...den das knisternde Holz verursacht.




Rudevicus...



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