Torsten Jäger

Da liegt sie...

Starr liegt sie da,
das Leid vorbei -
dort wo sie war,
war sie nie frei.

Zu ihrer Art,
zu ihrer Rasse,
war man so hart
Qual großer Masse.

Gesteckt in stickig dunkle Enge,
zu große Enge führt dazu,
dass man in deisem Mordsgedränge
dem andren fügt auch Wunden zu.

Wund die Füße, blass das Herz,
Sonne dringt hierhin nie vor.
Täglich Brot - das ist der Schmerz -
Leidensschrei erklingt im Chor.

Knochenbruch, er findet statt,
die Kerkerwächter skrupellos.
Ja - der Zwangsarbeiter hat
kein Recht - das Leid, es ist sehr groß.

Doch die gequälte Kreatur,
die vor mir liegt, sie hat das Leid
nun hinter sich - und kostet nur
als Schnäppchen-Huhn die Hälfte heut...

Heute ist Welttierschutztag.
Milliarden Hühner fristen ihr Leben in viel zu engen Käfigen, legen Eier oder werden fett gefüttert, um unseren Hunger nach billigem Ramsch-Fleisch zu decken.
Schweinen, Rindern, Puten, Kaninchen, Schafen und anderen Tieren blüht das gleiche Schicksal.
Damit wir möglichst oft möglichst billigstes Fleisch essen können, leiden Tiere täglich Höllenqualen.

Der Tierschutz muss einen deutlich höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen. Die Reife einer Zivilisation und damit ihrer Bürger macht die Tatsache aus, wie wir mit schwächeren Mitgeschöpfen und unserer eigenen Macht umgehen. Schützen wir die Schwachen - oder beuten wir sie aus, weil wir es können? Diese moralische Frage muss erlaubt sein!
Torsten Jäger, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.10.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Unser aller Erbe: Kriminalroman von Torsten Jäger



Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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