Ingo Baumgartner

Plötzliche Nähe


 
Der Lärche Nachbarn, links die Fichte,
ein Tannenriese rechts daneben,
sie lästern ob der Nadeldichte
im winterlichen Lärchenleben.
 
So völlig nackt, beinah zum Schämen,
ein Anblick - schwer nur zu ertragen
Als Tante muss man sich da grämen,
so hört man Tann und Fichte klagen.
 
In kleinen Schritten, heimlich, leise,
färbt Schimmergold die Lärchennadeln.
Ein Maler auf der Spätherbstreise
setzt an, den Baum mit Prunk zu adeln.
 
Oh schaut doch, unsre liebe Nichte,
wir lieben sie aus ganzer Seele,
so ruft die Tanne, schwelgt die Fichte.
Die Lärche denkt sich - ihr Kamele!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.11.2010. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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