Simone Wiedenhöfer

DAS HIMMELSPFERD



Der Schnee fiel auf das weite Land,
Das Vollmondlicht durchbrach die Nacht.
Ich sah ein Pferd, von weißer Pracht,
Das einsam stand am Waldesrand.

Ein Pferd von solcher Eleganz,
Als würde es ein Engel sein.
Im silberhellen Mondenschein,
Erstrahlte es im schönsten Glanz.

So wunderschön war sein Gesicht,
So voller Zartheit, warm und weich.
Geheimnisvoll und engelsgleich,
Erschien es mir im hellen Licht.

Die Flocken fielen schön und schwer,
Der Himmel öffnete sich weit.
Das Pferd, es schien zum Sprung bereit,
Und plötzlich sah ich es nicht mehr.

Sein Schnauben klang mir noch im Ohr,
Ein Klang, so schön, so wunderbar,
So wie ein Flüstern sanft und klar,
Dann sah zum Himmel ich empor.

Dort oben stand am Himmelszelt,
Der hellste Stern, den ich je sah.
Er war so fern und doch so nah,
Er strahlte auf die weiße Welt.

Das Mondlicht fiel durchs Fenster rein,
Auf einmal war ich aufgewacht
Und hatte an den Traum gedacht,
Er ging mir tief ins Herz hinein.

Mir tat das Herz vor Sehnsucht weh,
Ich zog mich an und suchte ihn,
Den Platz wo mir das Pferd erschien,
Am nahen Waldesrand am See,

Die Luft war klar und bitterkalt,
So ging ich weiter meinen Weg.
Lief über einen alten Steg,
Schon bald erreichte ich den Wald.

Ein Angstgefühl erfasste mich,
Das fast schon mir den Atem nahm,
Als ich an jene Stelle kam,
Wo plötzlich dieses Pferd entwich.

Der Wald glich einer weißen Fee,
So unberührt schlief die Natur.
Auf einmal sah ich eine Spur,
Von Pferdehufen tief im Schnee.

Ich folgte ihr, man glaubt es kaum,
Die Spur, sie hörte plötzlich auf,
Zum Himmel führte sie hinauf
Da wusste ich, es war
kein Traum…

© Simone Wiedenhöfer 9. November 2010
  
 

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Über den Tag hinaus zu schauen, heißt für mich, neben dem Alltag, dem normalen Alltäglichen hinaus, Zeit zu finden, um das notwendige Leben mit Gefühlen, Träumen, Hoffnungen, Sehnsüchten, Lieben, das mit Lachen und Lächeln zu beobachten und zu beschreiben. Der Mensch braucht nicht nur Brot allein, er kann ohne seine Träume, Gefühle nicht existieren. Er muss aus Freude und aus Leid weinen können, aber auch aus vollem Herzen lachen können. Jeder sollte neben dem Zwang zur Sicherung der Existenz auch das Recht haben auf romantische Momente in seinem Leben.

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