Heidi Schmitt-Lermann

Ich wünsch Euch...

  


Ich wünsch Euch einen strahlenden Stern,
der aus magischer Nacht hernieder sinkt,
der Freude leuchtet in Nah und Fern
und Euch den Weihnachtsfrieden bringt.
 
Der Einsame nicht alleine lässt.
Verzweiflung aus dem Herzen treibt.
Der an diesem Weihnachtsfest,
ein Freund an deren Seite bleibt.
 
Der Trauernden ein Herz erfühlt
und trostreich in die Arme nimmt.
Sie in Geborgenheit einhüllt.
Ein Licht im schweren Herz aufglimmt.
 
Zum Träumen bringt der Stern die Zeit
und jung wird all die Poesie.
Sie übertrumpft so manches Leid
und bringt die Liebe und Fantasie.
 
Im Miteinander im Festesglanz,
wo Wünsche schweben freudig und sacht,
wo Glocken läuten im Lichtertanz,

kommt leise hernieder die heilige Nacht.
 
 
Ich wünsche Euch ein frohes, entspanntes Weihnachtsfest,
das Fest der Liebe. Wollen wir es doch so halten!!! 

 

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Rapunzel in Puppengesprächen, Adoptivkinder auf Zeitreisen, Fragebögen, Bekundungen am Bauch der Sonne. Rätsel und Anspielungen, die uns, an Hand scheinbar vertrauter Muster, in die Irre führen. Florian Seidel hält seine Gedichte in der Balance zwischen Verschweigen und Benennen, zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Jeden Augenblick könnte alles aus dem Gleichgewicht geraten, uns mitreißen, uns enden lassen in einem Augenblick der Verwirrung. Die in dem Gedichtband „Ein Tiger schleicht durchs Puppenhaus“ versammelten Texte schildern Suchbewegungen. Glückspiraten, Tiger, Jäger und andere Unbehauste in jenen Momenten, da die Realität Schlupflöcher bekommt und wir uns selbst im Spiegel sehen. Ein ungewöhnlich großes Sprachgefühl und vor allem die Bildhaftigkeit machen die Qualität dieser Lyrik aus.

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