Margit Farwig

Stille der Nacht II

 

 

Hier wandeln Gräser auf Zehenspitzen

sie lauschen dem Mond und verneigen sich

funkelnde Sterne zwischen Tannen blitzen

aus dunkelnden Nadeln grüßen sie dich

 

fliehende Schatten des Tages sehen

leichtfüßiges Schwinden, der Tag, er geht

im Takt sie wiegen sich in den Höhen

leise  ein sanfter Wind im Walde weht

 

in Stille verwunschene Lebenslust

gewandet in einer ruhenden Nacht

bewegend ob ihres Wankens, du musst

dich erheben, Engel halten die Wacht

 

© Margit Farwig  14. 1. 2011

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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