Heidi Schmitt-Lermann

Die Schokoladenkinder



Da stehen sie die kleinen Kinder,
mit großen Macheten in der Hand.
Es treibt sie an ein Sklavenschinder,
auch als Plantagenbesitzer bekannt.

Kakaobohnen schlagen den ganzen Tag
sie, dünn und mager die kleinen Armen,
weil sie der Schinder nicht füttern mag,
kein Geld für die Arbeit und kein Erbarmen.

Von den Eltern geraubt und mitgenommen
aus Mali und aus anderen Ländern.
Haben Geld pro Kind bekommen.
Bis heute ließ sich das nicht ändern.

Wir alle lieben die Schokolade.
Die großen Firmen wissen das.
Sie leben wie im Speck die Made
auf Kosten der Kinder ohn' Unterlass.

Die Herrlichkeiten aus Schokolade
war immer besonderer Genuss.
Doch jetzt hebt es mir sehr den Magen,
wenn ich das mitanschau'n muss.

Gibt's denn nur noch die Gemeinheit
Lug, Betrug und Hinterhalt?
Zu jedem Schlechten ist man bereit,
zu tun für Geld, auch mit Gewalt?

Ist das der Sinn des Menschenlebens?
Und  was sagt Gott denn da dazu?
"Mach doch nicht so ein Aufhebens,
Gott liebt dich, ich weiß schon was ich tu?"



Das war ein Bericht von Miki Mistrati auf Eins Festival am 20.01.11,
der unter größten Schwierigkeiten gedreht wurde.Überall war er vorstellig
sowohl bei der Politik, als auch bei den großen Schokoladenfirmen.
Es werden die Ohren fest verschlossen und alles schöngeredet.
Es wird nichts getan.
Tut mir leid, wenn ich Euch jetzt auch den Appetit verdorben habe.
Aber ich kann da nicht ruhig sein. Entschuldigt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.01.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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