Renate Tank

GEZEICHNET

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Wo mein Weg begann,
war die Wärme nicht gesät.
Wo meine Suche begann,
hat jede Hilfe gefehlt.

Ich brenne meine Kindheit nieder,
sie hatte keine Wiegenlieder.
Dein kalter Arm machte mich bang.
Tausendmal ein tiefer Sturz
in einen neuen Untergang.

Und ich bin hungrig,
weil ich oft verhungert bin.
Bäume biegen sich fahl zur Erde hin.
Mein Augen saugen sich satt
an der Dunkelheit,
an der Ausweglosigkeit,
an jedem genarbten Blatt.

Getragen durch die düsteren Zimmer
kennt mein Auge nur ein Geglimmer.
Und ich habe Hunger,
Hunger nach einem schönen Schimmer.
Doch das Seelenauge traut nur dem,
was ihm vertraut.
Flammen glühen auf
und brennen meine Haut.

Vorbei,
keine Zeit befreit.
Der Strudel Lieder
ziehen in den Abgrund,
gebären mich immer
als Abbild wider.


© Renate Tank
    12.12.2009


Anmerkung: Dieses Gedicht ist nicht autobiographisch, sondern 
               es steht für Menschen, die es so erfahren haben.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.02.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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