Bernhard Mock

Der Mensch ........angelehnt an Eugen Roth (Teil2)

Fortsetzung und Schluss   
                         
 
Der Mensch musst erst mal sich erholen,
schaut ab und zu und ganz verstohlen,
ob nicht von selbst etwas passiert,
doch der PC bleibt ungerührt.
 
Weil dieses ihn doch bald verdrossen,
hat er sich schwerlich nun entschlossen,
und dieses war fürwahr nicht dumm,
zu schau’ n nach fremder Hilfe um.
 
Er greift behänd zum Telefon,
hört den bekannten Klingelton,
doch was dann kommt, nicht zu begreifen,
er hängt jetzt in den Warteschleifen.
 
Er möchte endlich etwas sagen,
doch niemand will ihn etwas fragen,
hört nur ein Monotongedudel
was mächtig ihm geht auf die Nudel.
 
Und nach ner Stunde - oder zwei,
ist es mit der Geduld vorbei,
Er knallt den Hörer auf mit Power
dann schließlich ist er stinkig-sauer.
 
Am nächsten Tag im Fachgeschäft,
wo man ihm heimlich nachgeäfft,
dort muss er seinen Zorn entfalten,
um endlich Hilfe zu erhalten.
 
Der Mensch inzwischen wieder locker,
setzt sich auf den Besucherhocker,
derweil der Fachmann ungeniert,
an dem PC wohl operiert.
 
Und nach paar wen' gen bangen Stunden
ist auch der Fehler dann gefunden.
Damit er für das viele Geld,
erleben kann die weite Welt.
 
Doch bis zum sicheren Bedienen,
da gibt es noch manch böse Mienen,
und jeden Absturz er erlebt,
es ist, als ob die Erde bebt.
 
Der Mensch - er denkt in ruhiger Zeit,
welch Mühsal er sich hat bereit',
für ihn wär’s besser wohl gewesen,
ein schönes Buch - von Hand zu lesen.
 
Und jetzt, da er im Internet,
kommt selten er sehr früh ins Bett,
er braucht jetzt nicht mehr rum zu laufen,
sich irgend einen Quatsch zu kaufen,
 
nur weil - als Schnäppchen präsentiert,
er bald den Überblick verliert
und täglich Neues er auch findet,
merkt gar nicht, wie sein Geld verschwindet.
 
So surft er völlig unbenommen,
merkt nicht, dass kleine Würmer kommen,
Trojaner und gar böse Viren -
er will es einfach nicht kapieren.
 
Der Mensch in seiner Urnatur
ist nicht flexibel - eher  stur
probiert, bis plötzlich nichts mehr geht
und der Computer piepsend steht!
 
Da merkt er erst, was er vollbracht,
er hat sich selbst kaputt gemacht.
Sein Händler hat jetzt kein Patent,
der ist inzwischen insolvent.
 
Nun steht er da auf weiter Flur,
da hilft ihm auch kein Whisky pur,
er muss erst Eines mal begreifen,
warum denn in die Ferne schweifen,
 
denn Gutes, dass so nahe liegt,
hat schon manchen Wurm besiegt.
Sein Leben ändert er nun ganz,
besucht jetzt den Seniorentanz.
 
Besucht nun auch die Kaffeerunde,
und plaudert dort gern manche Stunde,
doch auf die Frag, was er gern hätt’?
haucht er nur schlaff -- mein Internet.
 
©Bernhard Mock (02.2009)

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