Karl-Heinz Fricke
Unser Körper
Ihn, wir unser eigen nennen
und nur oberflächlich kennen,
Arme, Beine, Kopf und Bauch,
und sicher die fünf Sinne auch.
Das Haar, Nägel und die Braue,
verstecktes Gehirn, das schlaue.
Auch die Zähne nicht vergessen,
sie zerkleinern unser Essen.
Unsichtbar die Innereien,
davon sind Nieren zu zweien.
Die andern sind Einzelheiten,
die wichtig sind zu Lebenszeiten.
Unsere Lebensuhr ist das Herz,
solang es schlägt ganz ohne Schmerz
gehen wir gesund durchs Leben,
ohne Zittern - ohne Beben.
Die Lunge versorgt das kostbar' Blut,
damit es besser fließen tut.
Wir atmen ein - wir atmen aus,
auch das geht von der Lunge aus.
Es ist der Leber hohe Pflicht
das Gift im Körper zu vernicht'.
Und da sind noch Darm und Magen,
die manch' Speise schlecht vertragen.
Die Blase sammelt alles Nass,
obwohl viel kleiner als ein Fass.
Grad darunter sind die Sachen,
die das Leben möglich machen.
Denn ohne den Geschlechtsverkehr
wär' diese Erde menschenleer.
Es gibt sie zwar, die Babypille,
jedoch ohne Papstes Wille.
Alles ist prächtig abgestimmt,
wenn unser Magen Nahrung nimmt,
trinken wir Flüssigkeit dazu.
Der Schlaf schenkt unserm Körper Ruh',
denn der Schlaf ist unerlässlich,
sind auch manche Träume hässlich.
Ein Drittel des Lebens, oftmals nett,
verbringt der Mensch in seinem Bett.
Der junge Körper ist robust,
voll' Tatendrang und Triebeslust.
Es freut ihn mächtig, dass er lebt,
sogar wenn er in Krankheit bebt.
Denn er wird wieder ganz gesund
und streichelt liebend Frau und Hund.
Geht seiner Arbeit nach mit Freud',
Sagt "Guten Tag" zu allen Leut'.
Im Alter sieht das anders aus,
dann liegt man auch im Krankenhaus.
Gehen Schmerzen nicht wieder weg,
dann kriegt man einen Heidenschreck.
So wird der Körper altersschwach
und nächtlich liegt man sinnend wach.
Die Arztbesuche mehren sich,
den Apotheker stört das nicht.
Gute Lebensweise wird oft belohnt,
man bleibt vom Krankenhaus verschont.
Doch was der Mensch auch macht und denkt,
Sein ganzes Sein ist gottgelenkt.
Das Leben ist eine lange Reise,
die jeder macht auf seine Weise.
Karl-Heinz Fricke 26.2.2011
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.02.2011.
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