Edward Suvega

Näh neh na na! (Vaya Con Dios, 1990)




Faden,
roter mitnichten,
den behalt ich,

Sondern in weißen, schwarzen, blauen Farben,
die verdichten,
die Nähte, die textilen Drähte,
Schon schön beruhigend,
sedierend, inspirierend,

Nähe manche Naht,
verstrebe, verwebe,
ohne Klebe,
mit zitternder, bibbernder Hand,
nadelspitzem Verstand,
im Verband,
mit Engelsgeduld,
Huld,
vor allem beim Einfädeln,

Geschickt eingefädelt,
geht's dann voran,
mit starken, stolzen Stichen,
strikt und streng nach Maß,
so gut es geht und im stillen Spaß,

Doch piek, piek, piek,
durchstößt Nadel mir die Fingerhaut,
vor Überraschung quiek,
und schrammelige Wut, lang aufgestaut,
sich ihren Weg zum Lichte taut,

Stich in Stoff,
Stoff zum Erzählen erdacht,
roten Faden nie verloren,
weißen Garnfaden und schwarzen vernäht,
Nähte nähend an-, auf-, verflixt und zugenäht,
Näh neh na!



Der Titel in Anlehnung an das wunderbare Lied, das eines von Tausenden ist, die die Dekade der 90er Jahre des 20. Jh zu einer populärmusikalisch unvergleichlich guten gemacht haben, nämlich NEH NEH NA! von VAYA CON DIOS. Möchte dazu sagen, dass ich diese Coverversion, die jetzt seit einiger Zeit im Umlauf ist, beschissen finde, auf Deutsch gesagt! Diese Version von Milk & Sugar. Das ist verachtenswert.

Allerdings muss ich zugeben (auch wenn das jetzt unmännlich zu sein scheint): Ich habe in der Woche vor dem karnevalistischen Happening, als ich mir meinen speziellen Pullover benähte mit Streifen [siehe MASKENBALLSCHABERNACK] - das Nähen für mich entdeckt: Es ist wunderbar (bis auf das nervenaufreibende Einfädeln), so entspannend, so inspirierend, lässt Gedanken fließen und leicht schweben, lässt vollkommen alles um einen herum vergessen, ist ungemein befreiend innerlich. Man räumt sich innen auf, wenn man strickt. Deshalb wird es wohl mein großes Hobby neben den anderen werden.
Deshalb das Näh neh na!
Einziges ganz großes Manko: Man sticht sich zuweilen in den Finger (denn der Fingerhut ist nicht unbedingt so geeignet aus meiner Sicht, den verwende ich nicht).

WIE FINDET IHR DAS STRICKEN? MÖGT IHR ES AUCH? GIBT ES JEMANDEN, DER'S HOBBYMÄSSIG MACHT? SCHREIBT MIR! KOMMENTIERT'S, FALLS IHR'S WOLLT!

Amen, Reverend.
Edward Suvega, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.03.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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