Adalbert Nagele

Ich geh meinen Weg

Ich geh meinen Weg,
geradlinig will ich gehen,

doch ich stoße auf Hindernisse,
weiche aus oder überwinde sie,

geh weiter meinen Weg,
ein Ziel vor Augen.
Wenn ich ein Ziel erreicht habe,
gehe ich weiter, geh meinen Weg;
manchmal beweg ich mich auch im Kreis,
komm dort wieder an,
wo ich schon einmal gewesen bin.

Ich geh aber weiter,
bin an Erfahrung reicher,
mache dieselben Fehler nicht nochmal,
ich gehe einfach weiter,
weil ich gehen muss,
von einem Ziel zum andern
und wenn ich dort angekommen bin,
muss ich weiter, geh meinen Weg,
bis ich nicht mehr kann,
dann gehe ich trotzdem weiter,
beschwerlicher, aber ich gehe.

Ich gehe durchs Feuer,
das mich aufheizt,
gehe durchs Wasser,
das mich kühlt,
ich gehe um zu gehen,
bis ich angekommen bin
und sehe, da ist nichts,
da bin ich alleine;
gehe meinen Weg weiter
und sehe, dass er nie endet.

Ich gehe in mich
und wohin ich auch geh,
begegne ich meinem eigenen ich,
das mich auf einen neuen Weg führt,
einen Weg, den ich noch nie gegangen bin
und den geh ich weiter,
ich gehe, weil ich bin.

© Adalbert Nagele

 

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