Andrea Regine Meixner

Atomplanet

Mancher scheint vernünftig geworden,
zeigt sich zum Atomausstieg bereit,
will doch nicht den Globus ermorden,
andere hingegen spielen auf Zeit.

Zeit ist uns jedoch nicht mehr gegeben,
sind auf 17 Millionen Jahre verseucht.
Haben verspielt unser kostbares Leben,
todgeweiht alles, was kreucht und fleucht.

Sie haben sich nicht ihren Kopf verrenkt,
Staat um Staat bei der Schandtat dabei,
Millionen Gifttonnen im Meer versenkt,
Sterbende Zukunft - Leben ist einerlei.

Gewissenlose eiskalte Henker - Ihr,
Euch dauern nicht die Kindeskinder!
Trinkt gemütlich Wein und Bier,
viel mehr als Ihr sieht noch ein Blinder!

Wollt Atomschrott ins Weltall schießen -
vielen wird es angst und bang.
Seh’ schon der Urenkel Tränen fließen,
wird dieses Zeug mal zum Bummerang.

RORSAT-Satelliten, die atomgetrieben,
haben mehrere Reaktorkerne verloren.
Diese sind nicht im Weltall verblieben,
haben die Erde wiederum 'auserkoren'.

124000 km² im kanadischen Nordwesten
wurden durch diesen Unfall kontaminiert.
Was passiert mit radioaktiven Resten?
Was passiert, wenn die Erde verliert?

In knapp 50 Jahren versenkt habt Ihr
mehr als 100 000 Tonnen in Weltmeeren
- radioaktiven Abfall! - versteht sich hier
und zieht noch immer nicht Eure Lehren!

Nach wie vor wird dies praktiziert
und ist auch legal, absolut.
Einmal Ozean um Ozean kollabiert,
die Gefahr ist heute schon akut.

La Hague - Wiederaufarbeitungsanlage
spült täglich 400 m³ in den Ärmelkanal.
Radioaktives Abwasser - keine Frage -
zum Sterben verdammt ist der Wal.

Von Sellafield in Irische See wird geleitet
das gleiche, es übersteigt noch La Hague
für fast alle Nuklide - der Tod arbeitet!
Was wird gebracht noch an den Tag?

Kirgisisches Mailuusuu ist umgeben
von Uranabfällelagern - es sind 36.
Zehn der schlimmsten Gegenden - Leben?
Gefährlich selbst für einen Zeisig!

Abrutsch drohte schon vor 2009
von 180 000 m³ Uranschlamm in den Fluss.
Usbeke, Kirgise wird es bitter bereuen -
wenn er Wasser, radioaktiv, trinken muss.

Radioaktive und chemische Altwaffen
1991 bis 94 in der Ostsee versenkt illegal,
für UdSSR- Bestände einmal geschaffen,
dem Binnenmeer droht unendliche Qual.

Ins Thyrinnische Meer, vor Afrikas Küste
und in die Adria man Atommüll entlud,
wenn manch einer dies alles wüsste,
er kochte wie Atomreaktoren vor Wut.

Illegal chemischen Giftmüll versenkt,
Politik, Geheimdienst mit involviert,
wenn das ein Italiener mal so bedenkt,
jeder einzelne wäre wohl schockiert.

Atommüll, heimlich entsorgt bei Nacht,
die Dunkelziffer hierzu ist groß.
Kein Land erfasst und überwacht
unabhängig, kontinuierlich und lückenlos.

Rückstände der Öl- und Gasproduktion,
die oft in hohem Maße kontaminiert,
entsorgt man bei Nacht- und Nebelaktion,
Sicherheit ist hier nicht garantiert.

In Kasachstan sind Landstriche - so weit,
durch sorglosen Umgang der Industrie,
mit diesen Abfällen verseucht allezeit,
erholen wird dieses Land sich nie.

In der Nordsee sich Gift ausbreitet,
welches gefährlich radioaktiv,
Großbritannien diesen Abfall einleitet,
irgendwann geht das mal schief.

Probleme in den Vereinigten Staaten
aufgrund der Altlasten, die radioaktiv.
Verseuchung kommt auch hier auf Raten,
Erdölförderung aus dem Ruder lief.

Jährlich Millionen radioaktive Tonnen -
Rückstände, die verseucht, fallen an.
Erdöl und Erdgas sind gewonnen,  
Entsorgungsnachweis fehlt jedoch dann.

Gefahr ist nicht mehr einzudämmen -
Radium 226 - hochgiftig, langlebig extrem,  
in gepumpten Abwassern, Schlämmen,
die auch enthalten Polonium 210.

Tausende Förderrohre, die kontaminiert -
Schulen, Kindergärten, Farmer erhielten.
In Kentucky wurden sie nicht informiert,
Gekaufte Ashland- Rohre auf sie zielten.

1.100 Mikroröntgen pro h gemessen,
auch die Grundschule wurde geräumt,
Schüler haben dort nicht mehr gesessen,
hätten von besserem Leben geträumt.

 

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