Carmen Siebke

Endlich!

 




Adonisröschen winken gelb zur Sonne, 
wie wenn sie rufen; „Komm, wir helfen Dir“! 
Sie trägt ihr schönstes Kleid, so scheint es mir 
und strahlt die Schäfchenwolken an vor Wonne. 
 
Der Weidemann auf unserm Rasenplätzchen 
zeigt prächtig schon sein wunderschönes Grün. 
Stolz lässt den Wind er durch die Äste zieh`n 
und tanzend locken seine zarten Kätzchen!
 
Gar bunte Käfer, Bienen und auch Fliegen 
tragen des Baumes Sporen mit sich fort. 
Ein warmer Föhn bläst sie zu jenem Ort, 
Frau Weide`s Arme dort sich freudig wiegen. 
 
An meiner Eiche sprießen neue Triebe, 
sie wachsen kraftvoll Richtung Sonnenschein, 
als wollten Die nicht Bummelletzter sein, 
als schämte sie sich, wenn zurück sie bliebe! 
 
Die Wiese scheint sich gänzlich neu zu liften, 
schon sind die ersten Boten fast verwelkt. 
Des Nachbars Wuff, der räkelt sich und schwelgt 
in all` den neu erwachten Frühlingsdüften! 
 
Die Gärten vor dem Haus gefärbt mit Blüten 
von bunten Primeln, Veilchen himmelblau. 
Endlich verbannt, das triste Wintergrau, 
genug von Mützen, Schals und Winterhüten!

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Ein tiefes Blau - Berlin von Heiger Ostertag



Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.

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