Hans Witteborg

Seiltanz des Lebens


Auf dem schmalen Seil zu tanzen
um das Gleichgewicht bemüht
Schrittchen als ein Teil des Ganzen
niemals man nach unten sieht

Gleiten - links und rechts der Abgrund
überall gibt es Gefahren
Zögern nicht, nicht die Sekund`
jetzt heißt ´s kaltes Blut bewahren.

Balancieren mit der Stange,
was hilft so ein Instrument,
wenn man unsicher und bange
rutscht und ins Verberben rennt?

Langsam, und dann geht es flott
hat das Ende man in Sicht,
wartet dort mit leisem Spott
Gevatter Hein – gelohnt hat ´s nicht!

Tanzen auf dem Lebensseil?
Warum bist du dann erst hinauf
wenn gar am Ziele du nicht heil,
der Tod beendet deinen Lauf?





Die Antwort nach dem Sinn des Lebens wird so unterschiedlich sein wie die menschlichen Denkweisen

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.04.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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