Sabine Brauer

Ik bün ik




Ik bün ik

Kopp andaal , gah ik mien Padd. Mi dünkt, ohn Taschenlamp.
Kopp na unnern, de Straat andaal, ohn Sinn un ohn Verstand.
Spüür de Schandpahl up mien Rügg, so swaar word mi de Gang,
immer mit de Nöös up d´ Grund, as wenn ik wat verlor.
Wor is de lechte Sünnenschien? Wor de wiede Welt?
Is de düster Padd vör mi, denn allens, wat nu tellt?

Kopp andaal , gah ik mien Padd. Mi dünkt, ohn Taschenlamp.
Kopp na unnern, de Straat andaal, ohn Sinn un ohn Verstand.
Hör de Spotters, wo se lachen, hör Speei up mien Gesicht.
Wat hebb ik hör denn daan? Worum hollen se Gericht?
Wor is de lechte Sünnenschien? Wor de wiede Welt?
Is de düster Padd vör mi, denn allens, wat nu tellt?

Kopp andaal , gah ik mien Padd. Mi dünkt, ohn Taschenlamp.
Kopp na unnern, de Straat andaal, ohn Sinn un ohn Verstand.
Mien Vader maakt de Ogen dicht, he lett de Lü geweern.
Föhl mi so eensaam, so alleen. do mi so verfeern.
Wor is de lechte Sünnenschien? Wor de wiede Welt?
Is de düster Padd vör mi, denn allens, wat nu tellt?

Kopp an d´ Grund, ligg ik up d´ Rügg, de Pien, so grood de Last,
se spiekern mi mit Hann un Fööt an disse Schandpahl fast.
de Kelch gung nich an mi vörbi, ik drink hum bit up d´t Lesd,
un hör hör lästern, Witzen riten, un wo se tegen mi hißt!
Wor is de lechte Sünnenschien? Wor de wiede Welt?
Is de düster Padd vör mi, denn allens, wat nu tellt?

Kopp in d´Lücht, hang ik an d´Pahl, un seeg mien Moder stahn:
"Johannes sall dien Jung nu wesen, du musst mit hum gahn.
Un du, an d´ Pahl hier tegen mi, di will ik dat vertelen,
wiel du mi hier verteidigt hest, sallst du ok mit mi leven.
Ik bün de lechte Sünnenschien, vör de verdürben Welt.
Vör de, de d´t löövt, bün ik de Padd. Hum will ik Leven geven.

Sabine Brauer

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