Heidi Schmitt-Lermann

Muttertag wie's früher mal war



 

 

 


Was waren das doch für lustige Zeiten,
die wir als Kinder der Mutti bereiteten.
Es nahte der heilige Mütterleinstag,
Gutes zu schenken uns ernsthaft oblag.
 
Vater meint: „Heidi sagt ein Gedicht“.
Doch die Heidi, die wollte das nicht.
Geburtstagsgedichte hatte sie satt,
weil sie den Text oft vergessen hat.
 
Heidi war vier, die Schwester neun.
Es will uns nichts einfall’n, Entsetzten, nein.
Die Große ist vierzehn, der Bruder zwölf.
Das Schicksal uns vielleicht doch noch helf.
 
Umwölkte Stirn, man grübelt nach,
was Mutti so richtig Freude macht.
Der Bruder denkt an die Küche sofort.
Für Männer ist das ein traulicher Ort.
 
Manch herrlicher großer Sonntagsbraten,
war unserer Mutti sehr gut geraten.
Und weil der Bruder ein guter Esser,
schenkt er ein blitzendes Fleischermesser.
 
Die große Schwester ließ sich berappen
und schenkte selbstgestrickte Topflappen.
Auch vom Schwesterchen kam es happig,
Himbeerbonbons angelutscht und pappig.
 
Das Lutschen, Küsschen bedeuten soll.
Es zeigte, sie liebt die Mutti ganz doll.
Zum Schluss kam die Heidi, der kleine Tropf.
Schenkt Mutti `nen Maikäfer ohne Kopf.
 
 „Wenn der Käfer aus Schokolade,
nicht schmeckt, wäre das doch schade“,
denkt Heidi und will nichts riskieren
und muss das Prachtstück erst vorprobieren.
 
Der Muttertag war ein Fest, eine Schau.
Der Himmel strahlte und war maienblau.
Die Mutti packt aus die Geschenke beflissen
und hat sich vor Lachen fast weggeschmissen.
 
 
 
Eine Muttertagsgeschichte aus den fünfziger Jahren.
Allen Mütterleins und Großmütterleins wünsche ich
einen herrlich, sonnigen Tag. 
 

                                                                                                                              

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