Hans Witteborg

Die alte Bank



Am Wegesrand mit Blick zum Tal
steht eine Bank – als wie vergessen.
Ich sucht´ sie auf so manches Mal,
hab Stunden sinnend da gesessen.

Der Blick hoch über Stadt und Land
von droben abseits des Geschehens,
den als Betrachter ich dort fand,
gab mir ein anderes Gespür des Sehens.

Nun sitz ich hier – seh´ mich als Kind
den großen Stein erklettern
und wie Erinnerungen sind,
hör die besorgte Mutter ich noch wettern.

Sehe mich schlendern, eng umschlungen
auf dem verschwiegen, einsam Pfad.
Wie lieblich ihre Stimme hat geklungen
als ihre Liebe sie gestanden hat.

Und während Nebel die Vergangenheit
verhängen
hab´ unbewußt mit einem Ast ins Erdreich
ich geschrieben
Gedanken , die sich mir aufdrängen
„ich habe aufgehört zu lieben!“




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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.05.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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