Hans Witteborg

Sevillas Kathedrale


In Sevillas Kathedrale stolze Macht wird offenbar,
denn gewaltig die Gewölbe, Kunst und Schätze wunderbar!
Wuchtig ragen ihre Säulen schwindlig hoch, so ist`s gewollt,
weil man so dem Allerhöchsten seine Ehrerbietung zollt!
Jede Krypta hat Altäre, Gold und Silber reich bestückt
und in jeder kleine Nische ein Heil´ger dir entgegenblickt.
Selbst den Sarg von dem Kolumbus hat man hier noch ausgestellt,
denn der Reichtum dieser Kirche kommt doch aus der Neuen Welt.

Zu dem Hochaltar die Führung, staunend man nun weitergeht,
wo alsdann man voller Rührung vor dem Heiligtume steht.
Dies ist hinter Gitterstangen, näher darf man nicht heran,
weil die Kirchenfürsten bangen, dass das Volk Gott sehen kann!
Bischof „X“ hat es gespendet, in ihm sind zwei Tonnen Gold,
aus Amerika gesendet, alles fromm und gottgewollt.

Wie gespendet? Wohl geraubt, doch durch Spaniens Mörderbanden,
die durch Totschlag der Azteken in der Kirche Frieden fanden!
Gab es damals keine Mahner?? Doch, die hat man früh erkannt –
und durch fromme Dominikaner erst gefoltert,dann verbrannt!
Ich seh` Legionäre würfeln um den letzten, blut`gen Rock
und das Geld in meiner Hand landet nicht im „Opfer“stock!
Beim Hinauseilen die Fragen: “He, wo gehst du plötzlich hin“?
Murmelnd höre ich mich sagen: DAS war nicht in SEINEM Sinn!


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.06.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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