Dorothea Stemmer

Impressionen aus der Hauptstadt



Fast vierzig Jahre war Bonn unsre Hauptstadt,

bis 1990 Berlin den Titel abgestaubt hat.

 

Lange Zeit gehörte Bonn der Ruhm,

doch über Nacht zerronn der Boom.

 

Wir fahrn mit der Bahn hin, reisen spießig,

und bei Rootz-Berlin wir speisen riesig.

 

Gern nutzen wir Gold-Elsens Treppchen zum steigen.

was woll´n die Mosaike dort stumm zeigen?


Dort oben spielt ein Mädchen am Fenster Geige,

dort schossen damals Grenzer feige.

 

Wir versinken zwischen unermesslich vielen Steine-Barren

beklemmt durch Schluchten die Beine starren.

 

Musikanten spielen in der Röhre für Gage,  yes

in der U7 raucht mich eine Göre in Rage.    no

 

Muntres Treiben, buntes Leben im Tiergarten,

Graue Herren nebenan manches aus Gier taten.

 

Kleine freundliche Lädchen, hier gibt’s solche Straßen.

Im Café unter den Linden reiche Strolche aßen.

 

Nach Klunkern und Schirmen wollten wir im KadeWe gucken.

Der Platzregen ließ uns auf dem Gehweg ducken.

 

Wir schliefen im Kiez in einen Zimmer

dort waren wir abends ab zehn immer.



                              heart

Erkennt man worum es im 6. Vers geht? Es geht um das Holocaust Mahnmal.
Oder schreib ich besser
"Wir versinken zwischen unermesslich vielen Steine-Barren,
beklemmt durch Schluchten Gebeine starren.


Outtakes
Wir wollten auch in Berlin baden
ohne Bombenangst durch Bin Laden.
Dorothea Stemmer, Anmerkung zum Gedicht

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Dorothea Stemmer).
Der Beitrag wurde von Dorothea Stemmer auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.06.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Vom Glück, Großvater zu sein von Fritz Rubin



Spuren meines Lebens / verwehen nicht vergebens, / lieben und geliebt zu werden, / ist das Schönste hier auf Erden, / Spuren meines Lebens / verwehen nicht vergebens. Ich habe das Glück, Großvater zu sein, und dieses Glück genieße ich!

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (8)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Schüttelreime" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Dorothea Stemmer

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Verrechnet von Dorothea Stemmer (Kritisches)
Frisch geschüttelt 8 von Adalbert Nagele (Schüttelreime)
Der Ablauf der Natur von Karl-Heinz Fricke (Jahreszeiten)