Hans Witteborg

Die stille Mörderin


Der Feind des Lebens ist die Zeit
Sie mordet täglich Stück für Stück
Ein bißchen von dem Lebensglück
Und niemand ist vor ihr gefeit

Sie mißt mit ganz verschied´nem Maß
Kein Mensch versteht ihr schrecklich Tun
Sie steht nicht still – es gibt kein Ruh´n
Vergänglichkeit ihr einz´ger Spaß

Sekunden, Stunden, Tage gehen
Gereiht wie an der Perlenschnur
Der Mensch mißt dies mit seiner Uhr
Doch wird er niemals sie verstehen:

Die Dimension, genannt die Zeit
Die meuchelnd in sein Leben tritt
Nimmt wie auf einem Förderband ihn mit
Am Ende wartet EWIGKEIT



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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.07.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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