Milla Barns
Meine Braut
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Ady Endre Meine Braut |
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Was stört es mich, ob sie auf der Straße darb, Aber begleiten soll sie mich bis zum Grab. Trete sie vor mich, glühendheiß im Fieber: „Nur dich liebe ich, mein einzig Geliebter.” Sei sie vertrieben, verstoßen, auch Metze, In ihrem Herzen sehe ich nur Schätze. Sollte uns auch ein wüster Sturm verdammen: Taumeln und fallen wir schließlich zusammen. Wenn zu manch einer Stunde die Seele stirbt. Nur unser Kuss Freuden und Heil gebiert. Wenn ich unten im Staub der Straße liege: Wärme sie mich dann mit all ihrer Liebe. Reinigendes Feuer, in mir Brennende: Wir fliegen hinauf bis ans Weltenende. Soll mich immer küssen, lieben alle Zeit: In Tränen, im Dreck, im Schmutz und auch im Leid. Falls all meine Träume zunichte gehen, Sie bringe sie zurück, sie sei das Leben. Sehe rote Lippen, ein Engelsgesicht: sie wäre mein Leben, mein letztes Gericht. Alle Steinmauern und Ketten zerbrechend, würden wir laut lachend die Welt vergessen. Nähmen lachend auch noch den letzten Abschied, Einander dann singend ein göttliches Lied. Die letzten Worte: „Das Leben einzig Sünde und Schmerzen, Nur wir waren rein, unschuldig im Herzen.“ |
Vorheriger TitelNächster TitelEs handelt sich hier um eine Übersetzung aus dem Ungarischen. Ady Endre ist einer meiner Lieblingsdichter. MillaMilla Barns, Anmerkung zum Gedicht
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.08.2011.
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