Hans Witteborg

Gute Bürger?



Es sitzen zechend und beim Tafeln
die satten Bürger und sie schwafeln,
daß Armut und Arbeitslosigkeit
doch selbst verschuldet in der Zeit

wo doch jeder alles erreichen kann,
strengte er sich nur entsprechend an.
Kein Euro sollt man für diese Brut
zahlen und spenden, das täte mal gut

allen die faul sich durch andere ernähren
als ob Gutverdiener Wohltäter wären.
Sie würden ihr Geld lieber dahin geben
z.B. zur Schweiz, da ließ es sich leben.

So könnt man dem Staat ein Schnippchen schlagen
Müßte sich nicht mit den hohen Steuern rumplagen.
Hernach fuhren alle beseelt nach Haus
und ließen sich über schlechte Straßen aus.

Mit Alkohol in die Verkehrskontrolle
beschimpften sie die Polizei – die solle
von den reichlichen Steuern, die die Ertappten zahlten
lieber nach Verbrechern Ausschau halten!

So sind viele Bürger in unseren Tagen -
immer im Recht. Gibt es dazu noch Fragen?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.08.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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